Corona-Kontrollen geben ein Gefühl der Sicherheit. Bezirk Tulln: Die Regelverschärfung wird von den meisten Gästen voll akzeptiert und zeigt bei Veranstaltungen kaum Auswirkung.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 15. September 2021 (04:00)
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Gastronom Kurt Hofmann mit seinen Mitarbeiterinnen Klara Leithner und Selma Sancak beim s’Pfandl am Hauptplatz.
Urbanitsch

„Gesundheit hat Vorrang“, bringt Alexandra Müllner , die als Geschäftsführerin der „Donaukultur KG“ in die Fußstapfen ihres Vaters Franz Müllner tritt, die Angelegenheit auf den Punkt. „Einzelne Regeln möchte ich nicht beurteilen, jedoch die Aktion der Regierung kann ich nachvollziehen. Das Problem betrifft ja die ganze Branche, man kann nur versuchen, das Beste daraus zu machen.“ Es gelte abzuwiegen, was ist möglich, was nicht mehr.

Für die nächste Veranstaltung (Nadja Maleh im Stalltheater Königstetten) sind umfangreiche Maßnahmen geplant.

„Einzelne Regeln möchte ich nicht beurteilen, jedoch die Aktion der Regierung kann ich nachvollziehen"

Im Rahmen des Weinherbstes herrscht bis November durchgehend Hochbetrieb in den Kellergassen am Wagram, und es hat den Anschein „je rigoroser die Kontrollen, desto größer die Gästeschar. „Keinerlei negative Auswirkungen durch die Verschärfung der Corona-Maßnahmen registriert deshalb Norbert Greil, Obmann der Wagramer Weinstraße und beteuert: „Im Gegenteil. Die Gäste sind von den strengen Sicherheitsmaßnahmen begeistert und zudem dankbar, weil ihnen dadurch ein gutes Sicherheitsgefühl beschert wird.“

Erich Schindlecker (Agentur E&A) hat gerade die Donaubühnensaison abgeschlossen. Obwohl einige Konzerte aufgrund von Zutritts- und Reisebeschränkungen auf nächsten Sommer verschoben werden mussten, ist Schindl-ecker zuversichtlich, dass alle Veranstaltungen im Danubium in der nun beginnenden Indoor-Saison wie geplant stattfinden werden. „Wir sind bemüht, alle Auflagen gewissenhaft zu erfüllen. Natürlich müssen wir dabei auf Sicht fahren,“ betont der Eventmanager. Die Situation könne sich jederzeit ändern. „Wichtig ist, es geht weiter, für das Publikum und die Künstler.“

„The show must go on“ heißt es auch im Büro der Tullner Messe AG. „Gut eine Woche nach Ende der Gartenbaumesse kann man guten Gewissens sagen, dass bisher kein einziger Corona-Fall bekannt geworden ist“, informiert Geschäftsführer Wolfgang Strasser.

„Wichtig ist, es geht weiter, für das Publikum und die Künstler.“

Sämtliche, bis ins Jahr 2022 reichende, geplante Messeveranstaltungen werden auch über die Bühne gehen. Die Gartenbaumesse zeichnete sich durch ausgeklügelte Sicherheitskonzepte aus. An diese mussten sich selbstverständlich auch alle Aussteller halten. Die dabei gewonnenen Erfahrungen werden bei der Durchführung künftiger Messeveranstaltungen zur Anwendung kommen.

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