Fasten im Trend: Suppen und Säfte statt Süßem. Der Nahrungsentzug unter fachlicher Anleitung erlebt in Zeiten des Überflusses einen gewaltigen Boom.

Von Doris Firmkranz und Helga Urbanitsch. Erstellt am 26. Februar 2020 (03:38)
Fastengruppe beim kargen Mahl in Pernegg. Das Kloster im Bezirk Horn war eine der ersten Einrichtungen, die auf den Fastentrend aufgesprungen sind.
Rita Newman

BEZIRK TULLN Spätestens am Aschermittwoch hat – so er das nicht schon zu Silvester getan hat – so mancher begonnen, seine (Ess-)Gewohnheiten zu überdenken. Die kommende Fastenzeit ist ein willkommener Anlass das eine oder andere Fettpölsterchen loszuwerden. Doch bewusste Kalorienreduktion hat nicht nur optische Vorteile, sie bringt auch den gesamten Organismus in Schwung.

Die Arbeitskreisleiterin Gesundes Tulln und regionale Gesundheitskoordinatorin Michaela Nikl hat selbst schon zahlreiche Erfahrungen mit dem Fasten gemacht: „Ich kann sagen, dass Fasten mir und meinem Körper sehr gut getan hat, sowohl spirituell, als auch auf der Körperebene. Einmal wieder alles loslassen und den Darm reinigen. Aktuell versuche ich eher das Autophagiefasten, das bedeutet, 16 Stunden ohne Nahrungsaufnahme“, erklärt die Gesundheitskoordinatorin. Das sogenannte Intervallfasten entschlackt, dabei wirkt die Autophagie, das heißt der Abbau beziehungsweise die Verwertung von alten oder defekten Zellbestandteilen.

Über das Gesunde Tulln wird ein spezieller Fastenkurs angeboten. „Die reinigende und belebende Wirkung des Fastens wird in den Alltag integriert“, erklärt Pia Els, ärztlich geprüfte Fastenleiterin und Darmgesundheitstrainerin. Dabei wird mit Suppen- und Saftfasten zum Entsäuern und Entschlacken der Körper entgiftet. „Damit stärkt man das Immunsystem, regeneriert den Darm und die Leber und aktiviert so neue Lebensenergie“, erläutert die Fastenleiterin. Der Kurs beginnt am Freitag, 28. Februar und dauert bis Mittwoch, 4. März, täglich von 18 bis 20.30 Uhr. Der Veranstaltungsort wird bei der Anmeldung bekannt gegeben. Die Kosten betragen 249 Euro.

Nähere Auskünfte sind unter +43 650/448 41 30, per E-Mail an office@faste-dich-ganz.at sowie auf der Website faste-dich-ganz.at erhältlich.

Natürlich ist es effektiver, unter der Anleitung eines Experten oder einer Expertin die Nahrungsaufnahme gezielt zu reduzieren, oder sich ihrer ganz zu entziehen. Wer das nicht will oder kann, hat immer noch die Möglichkeit, auf Alkohol oder Süßigkeiten zu verzichten – oder zu spenden.

Umfrage beendet

  • Ist Fasten zeitgemäß?