Ferrari rast mit 138 in 70er-Zone. Polizei-Schwerpunkt auf Riederberg und Exelberg bringt traurige Erfolge.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 05. August 2020 (04:17)
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Chefinspektor Thomas Bauer: „Den Vogel schoss diesmal ein Ferrari-Fahrer ab.“
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Zum wiederholten Male setzte die Tullner Polizei am Wochenende eine Schwerpunktaktion in Sachen Lasermessung. „Den Vogel schoss dabei diesmal ein Ferrari-Fahrer aus dem Bezirk St. Pölten-Land ab“, berichtet Chefinspektor Thomas Bauer, Kommandant der Polizeiinspektion Tulln.

Am Samstagnachmittag waren die Exekutivbeamten ab 16 Uhr eine Stunde lang im Ortsgebiet von Ried am Riederberg im Messeinsatz. Auf der B1 sind dort 70 km/h erlaubt. Drei Motorradfahrer und drei Pkw-Lenker wurden angezeigt, weil sie dieses Limit um 15 bis 25 km/h überschritten hatten.

Und dann kam der Ferrari. Der Sportflitzer wurde mit stolzen (oder eher traurigen) 138 Sachen in der 70er-Zone gemessen. Gestoppt wurde er vor Ort nicht mehr, aber kurze Zeit später bekam der Raser Hausbesuch von der Polizei in seinem Wohnort im Bezirk St. Pölten Land. „Er war auch voll geständig und wurde bei der Bezirkshauptmannschaft Tulln angezeigt. Die wird jetzt das Führerschein-Entzugsverfahren einleiten“, schildert Bauer.

Wer es nicht mehr wissen sollte: „Der Schein“ ist weg, wenn die erlaubte Höchstgeschwindigkeit im Ortsgebiet um 40 km/h oder im Freilandgebiet um 50 km/h überschritten wird.

Weitere Messungen fanden im Rahmen der Schwerpunktaktion am Exelberg statt. Dort raste ein Motorradfahrer mit 101 km/h durch eine 50er-Zone, ein weiterer war mit 115 km/h in einer 70er-Beschränkung unterwegs. „Sie sehen: Wir kontrollieren und es lohnt sich - leider“, schließt Bauer.