Fieber statt Ferien. Ins Bett statt auf die Piste – Vier Wochen früher als erwartet hat uns die Grippewelle erreicht. Auch im Bezirk steigt die Zahl der Erkrankten signifikant.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 09. Januar 2017 (05:57)
Mediziner raten bei Fieber unbedingt Bettruhe einzuhalten.
NOEN, Shutter-stock.com/Anna Subbotina

Mediziner haben zwar mit einer Grippewelle gerechnet, doch die aktuelle Epidemie ist vier Wochen zu früh dran: Das Department für Virologie der Med.Uni Wien hat den Beginn der Grippewelle in Österreich kurz vor Weihnachten bestätigt.

Während in ganz Niederösterreich zu Jahresende 2015 11 Erwerbstätige aufgrund der „Echten Grippe“ das Bett hüten mussten, waren es zum selben Zeitpunkt 2016 bereits 64! Inklusive der Grippalen Infekte stehen mit Ende der Kalenderwoche 51 2.795 arbeitsunfähig Gemeldete 2.046 aus dem Jahr davor gegenüber.

Auch im Bezirk Tulln ist die Zahl der Neuerkrankungen signifikant gestiegen. Das Servicecenter Tulln verzeichnete in der letzten Woche des alten Jahres 182 erkrankte bei der NöGkk versicherte Erwerbstätige. Eine Woche davor waren es lediglich 119, und im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres musste knapp die Hälfte – 56 Personen – der Arbeit fernbleiben.

Höhepunkt wird Mitte Jänner erwartet

Der Höhepunkt ist jedoch noch nicht erreicht, er wird Mitte Jänner erwartet. Ob der aktuelle Impfstoff genau auf die grassierenden Virentypen (vor allem A/H3N2) passt, wird sich erst weisen. Mediziner raten dennoch zu einer Impfung.

Eine Abgabe antiviraler Grippe-Medikamente wie Oseltamivir oder Zanamivir auf Kassenkosten ist laut Apothekerkammer im Rahmen der derzeit grassierenden Epidemie ausschließlich für hoch fiebernde Patienten innerhalb 48 Stunden nach Auftreten der klinischen Symptome möglich.