Erstellt am 06. Juni 2018, 05:15

von Thomas Peischl

Gastronomie sucht dringend Personal. Köche und Kellner sind gefragt. Die NÖN befragte Gastwirte, Kammervertreter, AMS und eine langjährige Kellnerin zum Thema.

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In der Café-Konditorei Wagner hing wochenlang ein Zettel in der Auslage „Kellnerin gesucht“. Kurt Hoffmann sucht seit einem Monat einen Koch für sein Gasthaus „s‘Pfandl“. In der Gastronomie ist qualifiziertes Personal gefragt wie schon lange nicht mehr.

„Einige schätzen sich selbst völlig falsch ein und denken, dass sie ganz ohne Qualifikation einfach bei uns anfangen können. Andere sagen mir beim Vorstellungsgespräch von sich aus gleich, warum sie eigentlich gar nicht geeignet sind“, berichtet Sabine Wagner.

Arbeit? Aber bitte nicht am Wochenende

Dabei werde ja gar nicht so viel verlangt. „Entsprechende Umgangsformen und ein bisserl rechnen können, das wär‘ schon wichtig“, so die Kaffeehaus-Chefin. Dem gegenüber stünden oft viele Wünsche: „Manche wollen nicht einmal mehr samstags arbeiten. Dabei ist es bei uns ohnehin gemäßigt, weil wir an Sonn- und Feiertagen geschlossen haben.“

Kurt Hoffmann hat vor zwei Jahren im „s‘Pfandl“ Dienstag und Mittwoch als Ruhetage eingeführt. „Das war eine gute Entscheidung, aber heute ist es trotzdem nicht mehr lustig: Wir bekommen einfach keine Leute“, so der Gastronom.

Natürlich seien die Arbeitszeiten hart, es gebe oft Stress und in der Küche kann es auch heiß werden. „Aber in anderen Berufen geht es auch nicht nur lustig zu“, betont Hoffmann.

Die Zusammenarbeit mit dem Arbeitsmarktservice funktioniere sehr gut. „Aber manchmal machen wir Termine aus und die Leute kommen oft gar nicht erst. Es gibt auch so gut wie keine Bereitschaft, von Wien nach Tulln zu pendeln, dabei sind die öffentlichen Verbindungen sehr gut“, ärgert sich Hoffmann.

Was Kammervertreter, AMS und eine langjährige Kellnerin zum Thema sagen, das lest ihr in der aktuellen Printausgabe der Tullner NÖN.