Tulln

Erstellt am 18. Januar 2017, 05:32

von Doris Firmkranz

Grippewelle erreicht neuen Höhepunkt. Die Zahl der Krankenstände ist derzeit extrem hoch. Ärzte empfehlen, Symptome nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

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Die Grippe hat uns fester denn je im Griff. Um vier bis fünf Wochen früher als üblich offiziell bestätigt, gibt besonders die Geschwindigkeit, mit der die Zahl der Erkrankten ansteigt, Anlass zur Sorge: Innerhalb von zwei Wochen hat sich die Zahl der Krankenstände so gut wie verdoppelt.

Anstieg der Neuerkrankungen realistisch

Letzte Woche mussten im Bezirk Tulln rund 400 bei der NÖGKK versicherte Arbeitnehmer grippebedingt das Bett hüten, davon waren etwa 10 Prozent an der echten Grippe, der Influenza erkrankt. Mit einem weiteren Anstieg der Neuerkrankungen wird gerechnet.

Mit relativ ungefährlichen Virusinfektionen wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit hat die echte Influenza wenig zu tun. Hat man sich einmal mit dem Virus angesteckt, fühlt man sich bald ungewöhnlich müde, leidet an Muskel- und Gelenkschmerzen, und das Fieber steigt rasant, oft bis 40° C und darüber. Da ist Bettruhe oberstes Gebot.

Der Betrieb in den Krankenhäusern läuft wegen der Vielzahl an Patienten zwar auf Hochtouren, die richtige Grippewelle wirkt sich aber bislang nicht wirklich aus, wie etwa das Klinikum Klosterneuburg bekannt gibt.

Gefahren dürfen nicht unterschätzt werden

Dennoch sind die Gefahren des Influenza-Virus und eines grippalen Infekts nicht zu unterschätzen. „Bestehen zusätzlich Grundkrankheiten wie Lungen- oder Herz-Kreislauferkrankungen oder auch eine Immunschwäche, kann im Einzelfall die Einweisung ins Klinikum notwendig sein“, so Sprecherin Renate Haushofer.

„Tatsächlich scheinen sich heuer die schweren Fälle etwas zu häufen“, stellt der Tullner Facharzt für Innere Medizin Bruno Brunner fest. Die Impfung hätte heuer den aktuellen Stamm getroffen. „Mit der Impfung schützt man nicht nur sich selbst, sondern auch alle, mit denen man Kontakt hat.“ Denn: Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto weniger Personen würden krank werden müssen. Je kränker und älter jemand ist, desto gefährlicher ist die echte Grippe.

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