Interkommunaler Wirtschaftspark wächst weiter. Fünf Gemeinden kooperieren erfolgreich. Elf Unternehmen sind bereits ansässig, fünf bauen gerade aus oder neu und schaffen 90 weitere Arbeitsplätze.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 18. Januar 2020 (04:29)
Geschäftsführender Gemeinderat Franz Aigner (Kirchberg), Bürgermeister Anton Pfeiffer (Grafenegg), Bürgermeister Alfred Riedl (Grafenwörth), ecoplus-Geschäftsführer Jochen Danninger und Bürgermeister Christian Bauer (Fels) im Wirtschaftspark Wagramland.
Peischl

Alfred Riedl ist nicht nur Bürgermeister von Grafenwörth, sondern auch Präsident des österreichischen Gemeindebundes. In beiden Funktionen betont er, dass Gemeindekooperationen im Gegensatz zu Gemeindezusammenlegungen auch in Zukunft das Maß aller Dinge seien. Ein Paradebeispiel dafür sei der Interkommunale Wirtschaftspark Wagramland.

„Das Projekt zeigt vor, wie erfolgreiche Zusammenarbeit in den Gemeinden funktioniert“, betont Riedl. Nicht nur das Jahresergebnis könne sich sehen lassen, der Park werde auch weiter ausgebaut. Fünf Unternehmen – Pronaturhaus, LTS Neuninger, Peninger, Millcon und Wagram@work – bauen derzeit aus oder neu und schaffen weitere 90 Arbeitsplätze.

Das Geheimnis des Erfolges? „Zum Ersten liegt das an den Unternehmen und ihren Mitarbeitern, zum Zweiten am Standort mit der schnellen Autobahnverbindung nach Wien und St. Pölten“, sagt Riedl. Dank eines pauschalierten Infrastrukturbeitrages wüssten Unternehmer außerdem von Anfang an genau, mit welchen Kosten sie rechnen müssen. Nicht zuletzt würde die Entflechtung von Wohn- und Betriebsraum geschätzt, die Anrainerbeschwerden gar nicht erst aufkeimen lässt.

Als „großer Anhänger der Idee interkommunaler Wirtschaftsparks“ deklarierte sich Jochen Danninger, kaufmännischer Geschäftsführer der Landeswirtschaftsagentur Ecoplus: „Wir beraten und betreuen Gemeinden hier sehr gerne, von der rechtlichen Konstellation über die Kalkulation bis zu Betriebsförderungen.“ Auch aus der Klimaschutzperspektive seien die Parks vernünftig, da die Bevölkerung so nicht auspendeln oder gar abwandern muss.

Und wie beurteilen beteiligte Bürgermeister die Kooperation? Christian Bauer (Fels): „Alfred Riedl sagt immer: Wenn er von Anfang an gewusst hätte, wie gut sich die Sache entwickelt, hätte er das Ganze alleine gemacht. Ich sage: Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir damals mehr Anteile erworben.“