Kriminalität: Weniger Delikte, Internetbetrug nimmt zu. Gute Nachrichten gibt es aus dem Bezirkspolizeikommando Tulln: Weniger Delikte, nur Internetbetrug nimmt zu. Polizei setzt auf Zusammenarbeit mit der Bevölkerung.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 14. Oktober 2020 (03:00)
Setzen auf das Miteinander von Polizei (im Bild: Josef Gurschl, Benjamin Gerstl,Günter Weiss, Bernhard Schilcher, Sonja Fiegl und Bernhard Högl) und Bevölkerung (im Bild das Tullner Ehepaar Gerlinde und Willi Dechant). Die Dechants betonen: „Wir fühlen uns hier in Tullnsicher!“
Peischl

 „Im Zeitraum Jänner bis Ende September ist die Zahl der Diebstähle signifikant zurückgegangen“, berichtet Kriminalitätsreferent Josef Gurschl. Es gab weniger Sachbeschädigungen, weniger Einbrüche in Firmen und in Wohnhäuser und kaum Einbrüche in Wohnungen. Die Zahl der Fahrraddiebstähle hat sich halbiert. „Bei Körperverletzungen verzeichneten wir einen leichten Anstieg, nur die Internetkriminalität nimmt deutlich zu“, schließt Gurschl seine Zwischenbilanz.

Die Basis für diese Sicherheit sieht Bezirkspolizeikommandantin Sonja Fiegl in einer guten Gemeinschaft, im Miteinander von Bevölkerung und Polizei: „Hier möchte ich der Bevölkerung auch in Sachen Coronakrise ausdrücklich für die bisherige Kooperation und das Verständnis für die Maßnahmen danken. Im Herbst ist unsere Devise: Achtsam, miteinander sicher leben.“ Der Fokus liegt einerseits auf Schutz von Leben und Gesundheit, vor allem von älteren Menschen, Frauen und Kindern, andererseits auf dem Schutz von Eigenheimen.

Damit dieses Miteinander in der Praxis weiterhin gut funktionieren kann, stehen die Profis von der Exekutive mit Rat und Tat zur Seite. „Der wohl wichtigste Tipp heißt: Ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster“, ruft Verkehrsreferent Bernhard Schilcher in Erinnerung. Und sollte das Eigenheim tatsächlich von Einbrechern heimgesucht werden: „Nicht mehr hineingehen! Erstens könnten die Täter noch vor Ort sein, zweitens könnten wertvolle Spuren vernichtet werden.“

Weitere Beratung gibt es auf Anfrage kostenlos, unter anderem von Präventionsexperten der Polizei, wie Günter Weiss. Er betont: „Interessieren Sie sich zeitgerecht dafür. Rufen Sie nicht erst an, wenn es zu spät ist.“ Das gelte auch für verdächtige Wahrnehmungen, die unbedingt sofort gemeldet werden sollten. Weitere Tipps finden Sie im Infokasten auf Seite 9.