Museen als lebendige Standorte. Am 18. und 19. Mai bieten 134 Museen Spezialführungen und ein vielfältiges Programm für Jung und Alt.

Von Helga Urbanitsch. Erstellt am 15. Mai 2019 (03:27)
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Unter dem Motto „Museen - Zukunft lebendiger Traditionen“ am Samstag, 18., und Sonntag, 19. Mai, beteiligt sich auch das Römermuseum in Tulln am NÖ Museumsfrühling.

„Ein Museum ist ja nicht nur dazu da, Vorhandenes zu bewahren und zu konservieren, sondern es soll ein lebendiger Ort sein, der immer neue Angebote macht, die für die Gegenwart relevant und für die Zukunft interessant bleiben“, so Römermuseums-Direktor Christoph Helfer.

Am Samstag, 18. Mai, 15 Uhr ist eine Spurensuche unter dem Motto „Comagenis per pedes“ zu den Resten von Mauern, Türmen und Toren des römischen Kastells angesagt, „wo wir die altehrwürdigen Mauern des Museums verlassen und unseren Horizont im wahrsten Sinne des Wortes erweitern können“, so Helfer.

Einen speziellen Programmpunkt gibt es für junge Museumsbesucher „Comagenis 4 kids“, eine spielerische Reise in die römische Vergangenheit, wo lustige Aufgaben zu lösen sein werden.

„Die besonderen Attraktionen sind auch für die immer größer werdende Zahl von Touristen in unserer Stadt interessant.“ Peter Höckner

Auch das Egon Schiele Museum bietet Specials an. Am Sonntag, von 13 bis 14 Uhr findet ein geführter Museumsrundgang durch die Ausstellung „Schiele privat“ statt, und von 14 bis 17 Uhr wartet das „Offenes Atelier für Jung und Alt“ zum Thema „Wunderbare Welt der Farben“ auf kunstinteressierte Besucher.

Dass die Kulturlandschaft im Bezirk Tulln ein vielfältiges Angebot liefert und einen hohen Stellenwert hat, begrüßt auch Kulturreferent Peter Höckner:

„Der Museumsfrühling dient vor allem dazu, das Angebot an Museen einem noch breiteren Publikum vorzustellen, auch speziell in Tulln gibt es besondere Attraktionen für unsere Bevölkerung und auch für die immer größer werdende Zahl von Touristen in unserer Stadt.“

Mit einem musikalischen Leckerbissen ist das 1986 gegründete Museum „Franz Schubert und sein Freundeskreis“ in Atzenbrugg vertreten. Die Harfenistin Elizaveta „Lisa“ Buchinger, die an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz 2013 ihr Studium mit Auszeichnung abschloss, wird Stücke von Schubert und anderen Komponisten zum Besten geben. (Samstag: 14 bis 16 Uhr, Sonntag: 14 bis 17 Uhr).

Für Museums-Präsident Felix Mayrhofer sind diese Aktionstage eine große Chance: „Unser Museum ist unter Kennern und Liebhabern von Franz Schubert weltberühmt. Wir freuen uns aber auch darüber, dass der Museumsfrühling Niederösterreich uns wieder viele Besucher aus dem näheren Umfeld bringen wird.“

Mit Mode und kulinarischen Genüssen lockt das Weinbau- und Dorfmuseum Wiesendorf. Führungen durch die Sonderausstellungen „Die Entwicklung der Rebscheren (von 1835 bis 1900)“ und „Die Modewelt der Damen um 1900“ stehen am Programm.

Zum Abschluss der Führung werden die Besucher auf ein Glas Wiesendorfer Wein eingeladen.

360 Tage im Jahr stehen die Türen im Pleyel Kulturzentrum in Ruppersthal offen. Jeden Tag gibt es Frühstück von 8 bis 14 Uhr. Natürlich auch beim Museumsfrühling: „Das ist unser großer Vorteil gegenüber allen anderen, wir haben auch tägliche Führungen“, freut sich Adi Ehrentraut, Präsident der Internationalen Ignaz Pleyel Gesellschaft.

Das Juwel der spätromanischen Baukunst, der Tullner Karner wird zurzeit restauriert. Dennoch wird ein Besuch an den beiden Tagen von 13 bis 15 Uhr möglich sein.

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