Baumaschinen-Betrüger aufgeflogen. 33-Jähriger verkaufte elf Bagger, die ihm nicht gehörten - Gesamtschaden beträgt mehr als 300.000 Euro!

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 02. Februar 2021 (11:32)
Symbolbild
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Ein Niederösterreicher soll im Vorjahr elf Bagger verkauft haben, die ihm nicht gehört hatten. Polizeiangaben vom Dienstag zufolge entstand dadurch ein Gesamtschaden von mehr als 300.000 Euro. In zwei Fällen diente dem 33-Jährigen aus dem Bezirk Tulln ein um acht Jahr jüngerer Mann als Komplize. Beide waren geständig. Fünf der Bagger wurden sichergestellt und an die geschädigten Unternehmen zurückgegeben. Die übrigen dürften sich im Ausland befinden.

Aufgeflogen war das Duo im vergangenen November, nachdem es jeweils einen Diebstahl eines von ihm selbst gemieteten Baggers angezeigt hatte. Die Polizei zweifelte am Wahrheitsgehalt der Aussagen, der 25-Jährige und sein Kompagnon legten daraufhin Geständnisse ab.

Am umtriebigsten war der Ältere. Auf seine Kappe gehen laut Exekutive elf Betrugshandlungen, die von 14. Jänner bis 19. Oktober 2020 verübt wurden. Die illegal verkauften Bagger hatte der Mann zuvor jeweils gemietet bzw. veruntreut.

Der 33-Jährige soll außerdem im Vorjahr einen mittleren vierstelligen Eurobetrag an Sozialleistungen kassiert haben, obwohl er gearbeitet hatte. Die Beschäftigung, der er nachging, blieb ungemeldet. Zudem soll er Rechnungen auf einen Geschäftspartner ohne dessen Wissen ausstellen lassen haben, wodurch sechs Firmen in Wien, im Bezirk St. Pölten und in Deutschland ein Gesamtschaden im niedrigen fünfstelligen Eurobereich entstand.

Der Niederösterreicher wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert. Sein Komplize kam mit einer Anzeige davon. Mit Konsequenzen müssen auch sieben weitere Männer im Alter von 31 bis 56 Jahren rechnen. Sie werden der Hehlerei verdächtigt.