„Orte des Respekts“ als Projekte für das Miteinander in NÖ

Erstellt am 20. August 2022 | 05:49
Lesezeit: 3 Min
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Anna Herzog und Martin Moser von Respekt.net freuen sich bereits auf die Kürung der Siegerprojekte der „Orte des Respekts“.
Foto: Respekt.net
Organisation will zeigen, dass Österreicher aktiv werden, wenn Hilfe benötigt wird – Initiativen aus dem Bezirk Tulln sind nominiert.
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Ist die österreichische Gesellschaft so gespalten, wie es in den letzten Jahren - Stichwort Corona, Korruption in der Regierung, etc. - den Anschein hat? Die gemeinnützige Organisation Respekt.net ist vom Gegenteil überzeugt. Mit der Online-Aktion „Orte des Respekts“ will sie Projekte ins Rampenlicht bringen, die sich für ein aktives Miteinander einsetzen.

„,Die Spaltung der Gesellschaft‘ ist eine in letzter Zeit oft getätigte Aussage. Mit den ,Orten des Respekts’ zeigen wir, dass es aber auch anders geht. Die Zivilgesellschaft steht zusammen und ist aktiv, wenn Hilfe benötigt wird. Alle nominierten Projekte sind Vorbild dafür, dass wir nur mit Respekt, Gemeinschaft und Zusammenhalt unsere Gesellschaft weiterentwickeln können“, meinen die Geschäftsführer Martin Moser und Luise Wernisch-Liebich.

Das Online-Voting startet am 24. August, die Siegerprojekte erhalten insgesamt 11.000 Euro an Preisgeld. Aus Niederösterreich kommen 20 Projekte, wobei auch einige im Bezirk Tulln angesiedelt sind.

Projekt „Tulln - Stadt des Miteinanders“

Die Stadt Tulln arbeitet schon seit 2017 daran, das Miteinander in der Gesellschaft auszubauen. Dort heißt es „miteinander leben - voneinander lernen - gemeinsam gestalten“. Das fängt bereits bei den nachbarschaftlichen Beziehungen an und geht in ein gesamtheitliches Miteinander in der Gesellschaft über.

Das Miteinander in der Stadt müsse gelebt werden - jeder kann sich mit kleinen und großen Beiträgen daran beteiligen. Wie die Gemeinschaft dann konkret aussehe, sei das Ergebnis aller Beiträge. So gab es bereits Arbeitsgruppen, Veranstaltungen, Konfliktmanagement und gemeinsame Aktivitäten, die alle diesem Ziel dienen.

Projekt „Welcome für Geflüchtete aus der Ukraine in St. Andrä-Wördern“

In der Marktgemeinde St. Andrä-Wördern gibt es einige Initiativen, die Geflüchteten aus der Ukraine helfen. So organisiert Anna Prianichnikova im Jugendzentrum wöchentlich einen „Ukraine-Treffpunkt“. Damit und mit einer russischsprachigen WhatsApp-Gruppe bemüht sie sich, die Angekommenen zu vernetzen.

Die Gruppe „Staw hilft“ sammelt Kleidung, Lebensmittel und sogar Möbel, die dann in die Ukraine transportiert werden.

Der Verein „Grenzenlos“ organisiert an drei Tagen pro Woche einen Deutschkurs. Gemeinsam mit dem lokalen ADEG Markt hat Grenzenlos außerdem für Neuankömmlinge Einkaufsgutscheine über 30 Euro eingeführt.

Alle 183 Projekte aus ganz Österreich können unter ortedesrespekts.at eingesehen werden. Auf dieser Website startet am Mittwoch, 24. August auch die Abstimmung für die besten Projekte.

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