Park & Halteverbot: Vorstoß gegen den Schilderwald. Behörden helfen sie Geld sparen, doch unter Autofahrern ist Verwirrung oft groß. Die Rede ist von gelben Linien.

Von Bernhard Steinböck. Erstellt am 23. Februar 2017 (05:39)
NOEN, Steinböck
Der nächste Winter kommt bestimmt: Hauseigentümer müssen bei Schneelage die Straße vom Matsch befreien, wenn sie widerrechtlich abgestellte Pkws vermeiden wollen.

Im Jahr 1994 (mit Übergangsfrist bis 2003) wurden die gelben Bodenmarkierungen weitestgehend abgeschafft. Seit 2011 gibt es sie wieder, ob in gestreifter oder auch durchgehender Form. Auch nach sechs Jahren ist die Verwirrung bei vielen Autofahrern jedoch noch groß, denn für jeden bedeuten die gelben Striche etwas anderes.

Gleichzusetzen mit Halte- und Parkverbot

Tullns Chefinspektor Thomas Bauer klärt auf: „Eine durchgehend gelbe Linie ist mit Halte- und Parkverbot gleichzusetzen. Bei der Strichlierten darf zwar gehalten, aber nicht geparkt werden.“

Gelbe Linien ersetzen somit die Halte- und Parkverbotsschilder. Wer sie missachtet und ein Teil des eigenen Fahrzeugs darüber ragt, muss mit einer Anzeige oder Geldbuße rechnen. „Grund für die Wiedereinführung ist das Herrwerden gegenüber des Schilderwaldes“, so Bauer.

Generell könne sich jeder Hausbesitzer mit eigener Einfahrt an die Gemeinde wenden, die die Notwendigkeit dieser durchgehenden Linie mit einem Verkehrssachverständigen prüfen lässt. Einen einzigen Nachteil hat die gelbe Linie jedoch: Wenn Fahrbahn und Gehsteig von Schnee bedeckt sind, ist diese Linie nicht sichtbar. Um die Räumung müssten sich die Anrainer selbst kümmern.