Süß-saure Agrana-Bilanz. Konzern stellt Halbjahres-Zahlen dar. Diese zeigen einen Gewinneinbruch wegen des niedrigen Zuckerpreises und Währungskrisen. Es gibt aber auch gute Nachrichten.

Von Martin Gruber-Dorninger und Anita Kiefer. Erstellt am 21. Oktober 2018 (03:38)
Martin Gruber-Dorninger
Fritz Gattermayer, Vorstands-Vorsitzender Johann Marihart und Stephan Büttner präsentierten die Halbjahresbilanz der Agrana.

Der Vorstand der Agrana rund um den Vorsitzenden Johann Marihart, präsentierte dieses Mal nicht nur die Zuckerseiten der Firmenbilanz. Dazu gab es auch nicht allzu viel Anlass, schließlich musste der Konzern ein Minus von 51,8 Prozent beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) hinnehmen.

Die Währungskrisen in Südamerika, Russland und der Ukraine sowie der niedrige Zuckerpreis durch den Wegfall der EU-Quote seien, laut Finanzvorstand Stephan Büttner, die Hauptgründe für den Rückgang des Konzernumsatzes um 7,4 Prozent auf 1.261 Millionen Euro. „Im Segment Zucker haben wir fast 100 Millionen Euro Umsatz eingebüßt“, so Büttner.

„Im Segment Zucker haben wir fast 100 Millionen Euro Umsatz eingebüßt“

Das bemerken auch die Zuckerrübenbauern des Bezirks Tulln, die heuer ohnehin mit dem Schädlingsbefall durch den Rüsselkäfer zu kämpfen hatten. Die Rübenkampagne sei aber derzeit voll im Gange, erklärt Fritz Gattermayer.

Positive Meldungen kommen vom Standort Pischelsdorf. Dort werden bis 2019 die Kapazitäten der Weizenstärke-Produktion mit der Errichtung einer neuen Anlage verdoppelt. Der Konzern setzt hier auf die Gewinnung von Bioethanol. Neuen Studien der TU zufolge, bringe eine Beimischung zu den Treibstoffen einen geringeren CO -Ausstoß. Der Vorstand erhoffe sich gerade in diesem Segment eine steigende Nachfrage.