Wohnhausbrand: 150 Frauen und Männer im Einsatz. Zu einem Großbrand kam es Freitag am frühen Abend in Einsiedel (Bezirk Tulln). Aus noch ungeklärte Ursache geriet ein Gebäude in Brand. Da die Bewohner nicht daheim waren, konnte sich der Brand in dem abgelegenen Haus ausbreiten, ehe er entdeckt wurde.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 07. April 2018 (07:52)

Die Feuerwehren der Umgebung wollten gerade zum Abschnittsfeuerwehrtag aufbrechen, als die Sirenen heulten. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand ein direkt an das Haus angebauter Schuppen bereits in Vollbrand. Die Flammen hatten auch schon auf den Dachstuhl des Wohngebäudes übergegriffen.

Mit schweren Atemschutz ausgerüstet wurden sofort der Löschangriff gestartet. Da die nächste natürliche Wasserentnahmestelle (die große Tulln) rund 2,5 Kilometer entfernt liegt, musste zunächst von einem 500 Meter entfernten Hydranten eine Wasserversorgung aufgebaut werden.

Kilometerlange Relaisleitung gelegt

Um den akuten Wassermangel zu beheben, wurde auch noch ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet. Danach wurde noch die kilometerlange Relaisleitung von der Großen Tulln her gelegt. Erst jetzt konnte der Brand richtig bekämpft werden.

Für weitere Schwierigkeiten sorgten drei Gasflaschen, die geborgen werden mussten, sowie eine Fotovoltaik-Anlage, deren Batteriestation eine Gefahrenquelle darstellte. Außerdem stießen die Einsatzkräfte bei den Nachlöscharbeiten auf Munition, die der Polizei übergeben wurde.

Im Einsatz standen zehn Feuerwehren mit 150 Frauen und Männern.