Neuer Gemeindebund-Präsident Pressl setzt auf Autonomie

Hannes Pressl sieht „seine“ Gemeinden vor immer mehr Aufgaben in einer immer komplexeren Welt gestellt. Er präsentierte Lösungen für die Zukunft.

Erstellt am 04. November 2021 | 04:58
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Bezirkstour in Königsbrunn - Neuer Gemeindebund-Präsident Pressl setzt auf Autonomie
Christian Bauer, Hannes Pressl und Johann Höfinger präsentieren bei einer gemeinsamen Pressekonferenz ihre Pläne für die Zukunft. Foto: Grolig
Foto: Grolig

Ende Juni wurde Hannes Pressl, Bürgermeister der Gemeinde Ardagger (Bezirk Amstetten), mit einer großen Mehrheit von 99,5 Prozent der Stimmen, zum neuen Präsidenten des Niederösterreichischen Gemeindebundes gewählt. Er löst damit nach 20 Jahren Alfred Riedl ab, der weiterhin Präsident des Österreichischen Gemeindebundes bleibt.

Gemeinsam mit Christian Bauer, Obmann des Tullner Gemeindebundes und Johann Höfinger, Abgeordneter zum Nationalrat und Obmann der ÖVP Tulln, lud Pressl bei der letzten Station seiner Bezirkstour zur Pressekonferenz nach Königsbrunn am Wagram.

Als zentrales Anliegen nannte der neue Präsident die Autonomie der einzelnen Gemeinden, die er durch ihre Gestaltungsmöglichkeiten als reinste Form der direkten Demokratie bezeichnete, zu beschützen.

Es werden immer mehr Aufgaben auf die Bürgermeister übertragen.“ hannes pressl Präsident NÖ Gemeindebund

Durch eine immer komplexer werdende Welt werden immer mehr Aufgaben auf die Bürgermeister übertragen, was diese oftmals an die Grenzen der Belastbarkeit bringt.

Beispielhaft wurden etwa die Herausforderungen durch Klimawandel, Digitalisierung und für den Katastrophenschutz genannt, aber auch die Einführung der Community Nurses, bei denen der Bund die Gemeinden nur die ersten drei Jahre unterstützt. Trotz aller Schwierigkeiten, betonte Plessl, das er sich auf die erfüllende Aufgabe, den Gemeinden mit seiner Expertise zur Seite zu stehen, freut.