Gym Tulln pflanzt 1.000 Bäume. Das BG/BRG Tulln engagiert sich auf seinem Weg zur UNESCO-Schule für die Umwelt. Schon 600 der 1.000 Bäume sind realisiert.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 12. Mai 2021 (04:14)
Bürgermeister Peter Eisenschenk unterstützt mit der Stadtgemeinde Tulln das Projekt „BGreen“ gerne und legte selbst Hand an. Flankiert wird er von Leon Figl, Martina Spielauer, Direktorin Irene Schlager, Isabel Engelbrecht und Jasmin Antony (von links).
Wolfgang Stritzl, Wolfgang Stritzl

1.000 Bäume pflanzen. Nichts weniger als das haben sich Schüler und Lehrer des BG/BRG Tulln vorgenommen. Aus der Taufe gehoben wurde das ehrgeizige Projekt im Rahmen der Bewerbung zur UNESCO-Schule.

„Eigentlich war mein Vorschlag als Witz gemeint“, erinnert sich Leon Figl, Schüler der 8A, zurück. Ein paar Wochen später sind er und seine Klassen-Kolleginnen Isabel Engelbrecht und Jasmin Antony treibende Kräfte hinter dem Projekt geworden, das von der ganzen Schule getragen wird. „Gerade beim Umweltschutz ist das Raus-Schreien wichtig“, schmunzelte Bürgermeister Peter Eisenschenk – und zieht zugleich den Hut vor dem bewundernswerten Engagement des Gymnasiums um die Umwelt. „Auf die Symbolik des Projekts kann das BG/BRG Tulln stolz sein.“ Die Pflanzung von 600 (!) Bäumen konnte mittlerweile veranlasst werden.

Ihr habt ein Statement für Jahrhunderte gesetzt“ Direktorin Irene Schlager

Am Donnerstag griffen die Schüler selbst zum Spaten. Sie nützten die Gelegenheit, allen Förderern des Projekts Danke zu sagen. So etwa den Tullner Baumschulen Kramer & Kramer, Starkl, Praskac und Schwanzer, aber auch „Natur im Garten“, welche das BG/BRG Tulln mit Baumspenden unterstützten.

BG/BRG-Tulln-Direktorin Irene Schlager voller Stolz zu den Schülern: „Ihr habt ein Statement für Jahrhunderte gesetzt.“ Auch ihre Direktorin-Kollegin Margit Längauer (HLW) gab sich bei der Präsentation des Projekts ein Stelldichein.

„Mastermind“ hinter „BGreen“ ist Lehrerin Martina Spielauer. „Wir bedanken uns für die großzügigen Spenden. Ein spezieller Dank geht an die Stadtgemeinde, welche nicht nur den Raum zur Verfügung stellt, sondern sämtliche Kosten für die Pflanzung der Bäume übernimmt.“

Es wurden Spenden von 4.000 Euro lukriert. Mit diesen wurden rund um das Schulgebäude elf Bäume gepflanzt und 576 Aubäume finanziert. Inklusive der vier von der Stadtgemeinde finanzierten und der neun weiteren Bäume, welche die Tullner Baumschulen und „Natur im Garten“ spendeten, wurde die stolze Anzahl von 600 Bäumen erreicht. „Darauf sind wir sehr stolz, da wir dies in kurzer Zeit mit sehr wenig Erfahrung auf die Beine gestellt haben“, so Isabel Engelbrecht und Leon Figl, welche die Ehrengäste, darunter auch Friederike Koppensteiner, Koordinatorin der österreichischen UNESCO-Schulen, willkommen hießen.

Der Projektname „BGreen Tulln“ entstammte übrigens einem Namens-Gewinnspiel, an dem sich Schüler aller Jahrgänge mit mehr als 150 Einsendungen beteiligten.