Innovative Geschäftsidee: Strick mir was

Unternehmerin Christina Hemma Brandstetter-Bozic aus Königstetten rettet Schafwolle vor dem Wegwerfen.

Monika Gutscher Erstellt am 02. August 2021 | 13:20

Auf die Verwertung heimischer Bio-Schafwolle konzentriert sich die Einpersonenunternehmerin Christina Hemma Brandstetter-Bozic mit ihrer Firma strick-mir-was.at e.U. in Königstetten und deren Marke „BIOWOL“. Wie sie dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilt, sei es ihr ein großes Anliegen, heimische Bio-Schurwolle zu verwerten und zu vermarkten. Diese Geschäftsidee ist dem riz up GENIUS Ideen + Gründer Preis 2021 in der Kategorie Geniale UnternehmerInnen eine Nominierung wert gewesen.

„In Österreich wird viel zu oft Schafwolle in bester Bioqualität einfach weggeworfen, weil es sich für den Schafbauern nicht mehr rechnet, sie zu verkaufen. So muss dann ein einmaliges Naturprodukt teilweise verrotten. Dem wollte ich Abhilfe schaffen und habe die Marke „BIOWOL“ geschaffen“, erklärt Brandstetter-Bozic. Da sich die Menschen in der Zeit der Corona-Krise wieder mehr auf Regionalität besonnen haben, haben die „BIOWOL“-Produkte einen wahren Boom erfahren.

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Die Unternehmerin bezieht ihre Merinowolle aus ganz Österreich aus kontrollierter Tierhaltung, da ihr nicht nur die Wollverwertung ein Anliegen ist, sondern auch das Tierwohl. Diese Merinowolle wird dann von österreichischen Partnerbetrieben zu den unterschiedlichsten Produkten verarbeitet. Im Angebot sind Heilwolle, Füllmaterial, Garne und Vliese sowie Düngerpellets für den Garten.

Der Verkauf findet entweder über den eigenen Online-Shop oder über Partnerhändler statt. Die Exportquote beträgt etwa 30 Prozent und geht nach Deutschland und Ungarn. Über strick-mir-was.at werden Bio-/Öko-Wolle sowie Garne ohne tierische Fasern, ebenfalls in einem Online-Shop, verkauft. Das Angebot rundet Handarbeitszubehör ab.