Junge Mutter (32) erdolcht. Auf einem Supermarktparkplatz stach ein 36-Jähriger auf seine Ehefrau ein. Mutmaßlicher Täter zeigt sich bei Einvernahme durch Polizei „umfassend geständig“.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 23. Januar 2019 (06:01)
Nach der Tat auf dem Supermarkt-Parkplatz. Polizei und Rettung schirmten die Leiche der jungen Frau so gut als möglich von neugierigen Blicken ab.
NÖN

Eine unfassbare Bluttat ereignete sich am Montagnachmittag vor dem größten Supermarkt der Bezirkshauptstadt: Ein 36-jähriger Mazedonier hatte seiner Ehefrau (32) auf dem Merkur-Parkplatz aufgelauert und soll ihr mit einem Dolch zumindest zwei Stiche im Halsbereich zugefügt haben.

Kurze Zeit später waren Polizei und Rettung vor Ort. Notarzt und Helfer kämpften vergeblich um das Leben der jungen Mutter, sie verstarb noch am Tatort. Der mutmaßliche Mörder ließ sich von der Polizei widerstandslos verhaften. Die Tatwaffe, ein Dolch, konnte von den Ermittlern auf dem Parkplatz sichergestellt werden.

Die beiden Kinder des Paares, sechs und zehn Jahre alt, mussten die Tat nicht mit ansehen. Sie wurden von einem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.

Der beschuldigte Ehemann des Opfers war laut Polizeisprecher Heinz Holub bei der Einvernahme „umfassend geständig“. Zum Motiv gibt es noch keine Angaben, aber der Tat soll ein Beziehungsstreit vorangegangen sein. Tageszeitungen berichten von zumindest einer gerichtlichen Wegweisung, die gegen den Ehemann ausgesprochen worden sein soll. Der 36 Jahre alte Verdächtige wurde noch in der Nacht auf Dienstag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert. Auch eine Obduktion der Leiche wurde angeordnet.

Schockiert zeigt sich Bürgermeister Peter Eisenschenk: „Ich bin zutiefst betroffen. Es ist furchtbar, dass mitten in Tulln ein Konflikt mit brutaler Gewalt ausgetragen wird.“