Neue Hubschrauber für Langenlebarn. Bei einer gemeinsamen Flugdienstübung von Bundesheer und Freiwilliger Feuerwehr hatte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner gute Nachrichten für den Fliegerhorst Brumowski in Langenlebarn im Gepäck.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 25. September 2020 (16:33)

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Landeshauptfraustellvertreter  Stephan Pernkopf besuchten die gemeinsame Flugdienstübung von Freiwilliger Feuerwehr und  Bundesheer in Langenlebarn. Die Flugdienstgruppe des NÖ Feuerwehrverbandes und die Soldaten des Bundesheeres sind gemeinsam bei Waldbränden, Lawinen, Murenabgängen oder auch Hochwassern im Einsatz. Im Fokus der Übung stand das Training von Waldbrandeinsätzen.

Geschwaderkommandant Wolfgang Rafetseder erklärte dazu: "Das Bundesheer unterstützt die Freiwillige Feuerwehr vor allem wenn das Gelände unwegsam oder der Brand sehr groß ist."

Zum Einsatz kommen dabei sowohl Flächenflugzeuge als auch Hubschrauber. Die bewährten Flugzeuge vom Typ Pilatus Porter transportieren mit ihren integrierten 800-Liter-Tanks pro Tag bis zu 80.000 Liter Löschwasser zu einem Brandherd. Ein Black Hawk Hubschrauber kann 3.000-Liter-Löschkübel als Außenlast aufnehmen und das Wasser punktgenau abwerfen. Beide Techniken wurden auf dem Flugfeld des Fliegerhorstes Brumwoswki eindrucksvoll demonstriert. 

Sechs Hubschrauber Typ AW169M
und drei neue Black Hawks

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner kündigte eine weitere Aufwertung des Standortes an: „Sechs unserer neuen Hubschrauber des Typs AW169M werden in Langenlebarn stationiert. Ebenso kommen zusätzlich zur bestehenden Staffel, drei neue Black Hawks nach Langenlebarn. Die neue Hubschrauberstaffel wird hier nicht nur, wie bisher zur Ausbildung verwendet, sondern auch für Einsätze." Das zeige, wie wichtig dieser Standort sei.

Ein modernder Hubschrauber brauche auch ein modernes Umfeld, so Tanner: "Weshalb wir in den nächsten Jahren rund 20 Millionen Euro in den Ausbau und in die Modernisierung der Kaserne investieren werden.“ Feuerwehr und Bundesheers stehen Seite an Seite bei diversen Einsätzen, wie Hochwasser und Waldbrände, weshalb solche Übungen von großer Bedeutung seien. 

Für Landeshauptfraustellvertreter Stephan Pernkopf sind das Bundesheer und die NÖ Feuerwehren "die Sicherheitsprofis des Landes". Er sagte: "Gerade die Bedrohung durch Waldbrände wird immer größer. Ich freue mich daher sehr, dass der neue Hubschrauber drei Mal so viel Löschwasser transportieren kann, wie sein Vorgänger. Die Stationierung der neuen Hubschrauber in Langenlebarn bedeutet eine Stärkung für den Standort und für die Sicherheit in Niederösterreich."

500 Waldbrandbekämpfer werden ausgebildet

Die weiteren Ausbildungspläne konkretisierte Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner: "Wir werden insgesamt 500 Waldbrandbekämpfer nach dem Vorbild Portugal ausbilden." Schon heute funktioniere die Zusammenarbeit von Flugdienst und Feuerwehrleuten am Boden problemlos, "wenn wir gemeinsam in den Einsatz gehen." Daher seien Übungen wie diese von großer Bedeutung.