"Für immer": Tullnerfelder Musik geht um die Welt. Paul Kienbecks Komposition und Chris Novis Stimme ergeben zusammen im Tullnerfeld verwurzelte Musik.

Von Gabi Gröbl. Erstellt am 15. April 2019 (11:19)
Paul Kienbeck, Chris Novi, Markus Weiß und Peter Roberts bei der gemeinsamen Produktion von „Für immer“.
privat

Paul Kienbeck ist im Tullnerfeld und darüber hinaus als Leiter der Formation „Chorisma“, Organist und Komponist bekannt. Seine einfühlsamen Melodien und tiefsinnigen Texte präsentiert er bei zahlreichen Auftritten. Chris Novi ist Songwriter, Autor und Schauspieler. Aus Kienbecks Lied und Novis Stimme entstand eine im Tullnerfeld verwurzelte Zusammenarbeit, die nun auf CD gepresst wurde.

Es folgten die Aufnahmen im Studio „Lords of the Sounds“ von Markus Weiß in Michelhausen, für den Feinschliff zeichnete Mastering-Legende Ron Boustead verantwortlich, produziert wurde das Lied von Peter Roberts, Los Angeles. Am 19. April kann „Für immer“ bei den gängigen Musikanbietern im Internet erworben werden.

Die NÖN hat die Künstler zu ihrem gemeinsamen Schaffen befragt.

NÖN: Paul Kienbeck, welche Stilrichtung schlagen Sie bei Ihren Kompositionen ein?
Kienbeck: Über einen bestimmten Stil habe ich nie nachgedacht, bis jetzt habe ich so um die 20 Lieder komponiert. Mein erstes Lied habe ich in der Hauptschule geschrieben. Es war ein Blues, die letzten Stücke gehen in Richtung Austropop.

NÖN: Haben Sie ein Motto, einen Leitgedanken, der Ihre Musik prägt?
Kienbeck: In meinen Liedern geht es immer um ein Thema, das mich gerade beschäftigt. In diesem Gefühl, mit diesen Gedanken entsteht ein Lied.

NÖN: Was steckt hinter dem Lied „Für immer“?
Kienbeck: Ich habe bei einem Begräbnis ein Lied von Andreas Gabalier gesungen – Amoi seng ma uns wieder, das Lied berührt mich sehr. Da hatte ich den Wunsch ein Lied für einen Menschen, der mir am Herzen liegt, zu schreiben. Ich bin heimgegangen und habe komponiert.
Novi: Das spürt man in dem Lied, mich hat es tief berührt. „Für immer“ vermittelt Zuversicht und Hoffnung.

NÖN: Chris Novi, warum ausgerechnet das Lied „Für immer“?
Novi: Ich lebe ein sehr spontanes, momentanes Leben. Ich habe Pauls Lied gehört und gedacht, das ist wie für mich geschrieben.

NÖN: Sie sind Musiker, Autor und Schauspieler – was davon sind Sie am liebsten?
Novi: Ich mag Mensch sein dürfen, probieren, üben dürfen. Mit der Kunst habe ich die Möglichkeit gefunden mir Kanäle zurecht zu legen, Formen, wie ich Dinge verpacken kann. Kunst ist in allen Sparten wichtig für mich.

NÖN: Was verbindet die Künstler Kienbeck und Novi – außer das Lied „Für immer“?
Kienbeck: Auf das Gespür hören, was man innen empfindet nach außen zu tragen.
Novi: Die Menschlichkeit. Meine psychische Erkrankung hat mich sehr geprägt. Das hat Paul nie interessiert, er hat mit mir gearbeitet, so wie ich bin. Und die christlichen Grundwerte verbinden uns, das hat tiefes Vertrauen in mir ausgelöst.

NÖN: Was möchten Sie mit dem Lied erreichen, Platz Eins in der Hitparade?
Novi: Es soll Frieden stiften. „Für immer“ handelt von Loslassen, das ist auch positiv. Für mich ist es auch ein Genrewechsel, damit stelle ich mich als Austropopper vor.
Kienbeck: Es soll viele Menschen erreichen und berühren. Mir ist es nicht wichtig Preise für das Lied zu bekommen, ich hätte gerne, dass es ein Erfolg wird.

„Für immer“ wird ein Lied am kommenden Album sein. Infos dazu und zur Crowdfunding-Aktion für die interessante Umsetzung gibt es unter www.chrisnovi.com und paul-kienbeck.at.