Bezirk Tulln ist für Orange gerüstet. Corona In Furcht vor einer zweiten Welle setzen alle auf bestmögliche Sicherheit.

Von Helga Urbanitsch und Doris Firmkranz. Erstellt am 30. September 2020 (04:30)
Sebastian Köstlbauer von der gleichnamigen Konditorei in Tulln hält sich an alle Vorgaben. Eine eventuelle Registrierungspflicht in der Gastronomie „ist ein Mehraufwand, erleichtert allerdings das Contact Tracing“.
Urbanitsch

Was passiert, wenn die Ampel von derzeit Gelb auf Orange umspringt? Diese Frage stellen sich zur Zeit viele Menschen.

Gerüstet ist jedenfalls das Universitätsklinikum Tulln. Dort wurde eine Isolierstation eingerichtet.

Am Universitätsklinikum Tulln wurde jetzt eineIsolierstationeingerichtet.
Robert Herbst

Im Unterschied zur ersten Welle werden wir jetzt nicht mehr spezielle „COVID-Schwerpunktkliniken“ definieren, die hauptsächlich die Betreuung von COVID-19-Patienten wahrnehmen“, erläutert Unternehmenssprecher (Vorstandsbereich) Bernhard Jany. Vielmehr werden in verschiedenen Klinik-Standorten spezielle und abgegrenzte Stationen eingerichtet. Der Vorteil ist, dass dadurch alle anderen medizinischen und pflegerischen Leistungen eines Klinikums weiter erbracht werden können.

„Da unsere Sicherheitsmaßnahmen wie Zutrittskontrolle inklusive Temperaturmessung und Kurz-Checkup sowie eingeschränkte Besucherregelung schon seit vielen Monaten über die allgemeinen Empfehlungen hinausgehen, ändert sich bei einer Ampelfärbung von Gelb auf Orange aus der heutigen Sicht nichts“, so Bernhard Jany.

Die Gastronomie ist ebenso vorbereitet für den Fall der Fälle, hat jedoch mit anderen Hürden zu kämpfen. Haubenkoch Josef Floh spricht von täglich neuen Herausforderungen. „Das ist problematisch. Wir sind nicht glücklich mit der Situation, versuchen aber flexibel zu sein.“

„Das erleichtert in jeden Fall das Contact-Tracing, es ist halt ein bürokratischer Aufwand“

Der Gastwirt rechnet fix mit der Registrierungspflicht. Wenn es so weit ist, werden mit der Speisekarte Zettel zum Ausfüllen auf den Tisch gelegt.

Auch in der Konditorei Köstlbauer macht man sich Gedanken zur eventuell bevorstehenden Registrierungspflicht. „Das erleichtert in jeden Fall das Contact-Tracing, es ist halt ein bürokratischer Aufwand“, so Sebastian Köstlbauer.

Auch das Berghotel Tulbinger Kogel baut auf Sicherheit. „Wir werden zu gegebenem Anlass auf die digitale Lösung umsteigen“, so Linda Bläuel. Geplant ist ein PR-Code beim Haupteingang, wo sich die Gäste registrieren können. Schon jetzt muss man sich im Berghotel beim Pult anmelden, um einen Tisch zugeteilt zu bekommen. „Jetzt wird das Wetter schlecht, die Frequenz wird nach unten sinken“, ist Linda Bläuel sicher.

Die Exekutive beabsichtigt, ihre polizeiliche Präsenz zu verstärken und setzt dabei auf Dialog, Rechtsaufklärung, Akzeptanz und vor allem auf Bewusstseinsbildung. „Großteils funktioniert dies auch sehr gut“, sagt Polizeisprecher Walter Schwarzenecker.

Auch Bezirkspolizeikommandantin Sonja Fiegl lobt die bisher gezeigte Disziplin der Bevölkerung und hofft, „dass das auch in nächster Zeit beibehalten wird.“

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