Die Ampel-Farben geben den Ton im Bezirk Tulln an. Kultur- und Sportveranstaltungen leiden unter zeitlichem Mehraufwand Von Doris Firmkranz und Helga Urbanitsch bei geringerer Besucherzahl.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 30. September 2020 (03:44)
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Unter Einhaltung aller vorgegeben Sicherheitsauflagen finden die geplanten Kultur- und Sportveranstaltungen statt. Die Ampelfarbe ist dabei ausschlaggebend, welche Vorgaben berücksichtigt werden müssen.

„Man kann nicht abschätzen, wer wirklich kommt, wir bringen jetzt nur noch 50 Prozent der Leute unter“, erklärte Donaukultur-Manager Franz Müllner. „Aus wirtschaftlicher Sicht dürfte man es nicht machen. Wir dürfen froh sein, wenn wir keine Verluste machen“, beschreibt Müllner die Situation.

Auch die Veranstaltungen am Dorfplatz St. Andrä-Wördern finden mit vielen Maßnahmen zur Covid-19-Prävention statt. Sowohl im Gastronomiebetrieb Hofküche als auch bei Veranstaltungen. Dazu gehören Abstand-Hinweisschilder,

Donaukultur-Event-Manager Franz Müllner.
Otto Sibera

Bereitstellung von Desinfektionsmittel, höhere Reinigungs- und Desinfektionsintervalle im Sanitärbereich und Zusatzarbeiten wie corona-konformes Sitzplatzstellen und -nummerieren, Markierungen für Besucherströme. „Kurzum alles ein zeitlicher Mehraufwand bei gleichzeitig geringerer Gästezahl, weil erstens weniger Plätze vergeben werden dürfen und zweitens weniger Menschen zu Veranstaltungen kommen, vor allem, wenn sie indoor sind“, erklärt Kulturmanagerin Barbara Oberndorfer.

Donaubühnenmanager Erich Schindlecker.
Hans Eder

Donaubühnenmanager Erich Schindlecker machte sein Danubium coronafit. Klare Richtlinien erleichtern hier den Ablauf der Kulturveranstaltungen.

„Wir schauen uns jetzt in aller Ruhe an, was kommt. Wir sind auch ‚safe‘ mit Absprache der Bezirkshauptmannschaft“, so Schindlecker. Sollte die Ampel auf Orange springen, dann würden im Danubium nur mehr 250 Gäste Platz finden.

Ende Oktober steht das Cupspiel gegen Atzenbrugg am Plan. Franz Figl, Obmann-Stellvertreter des SV Victoria Rust, hofft nicht, dass das Szenario der orangen Ampel eintritt.

Der SV Rust (Symbolfoto vom Spiel gegen Sitzenberg) hofft auf 300 bis 350 Zuschauer beim Cupspiel gegen Atzenbrugg.Richard Marschik
Richard Marschik

„Wenn das Match mit Zuschauern stattfinden kann, dann erwarten wir uns ungefähr 300 bis 350 Besucher. Für diesen Fall haben wir ein Präventionskonzept erstellt“, so Figl. Dieses Präventionskonzept sieht vor, dass jeder Zuschauer einen Sitzplatz zugewiesen bekommt. Beim letzten Heimspiel wurde das Konzept bereits getestet. Auch sonst ist man mit Abstandhalten, Hinweisen und Desinfektionsmitteln sowie Listen für die freiwillige Registrierung sehr gut für dieses Spiel gerüstet, meint der Funktionär.

Damit die zahlreichen Zuschauer schließlich auf die Sportanlage dürfen, wurden das Cup-Spiel und das Derby gegen Zwentendorf schon bei der Behörde zur Genehmigung eingereicht. „Mit all diesen Vorkehrungen sollen die Zuschauer ein sicheres und spannendes Spiel erleben können“, hofft der Obmann-Stellvertreter.

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