Handel und Gastro in Tulln: „Der Lockdown trifft uns hart“

Tullner Wirtschaft und Gastgewerbe bleiben dennoch optimistisch und hoffen auf Wiederöffnung am 13. Dezember.

Erstellt am 24. November 2021 | 05:08
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„Hurra, die Corona-Hose ist wieder da!“ Oder doch nicht. Eigentlich hatte Nina Stift gehofft, das in mehreren Lockdowns viel getragene Teil einmotten oder als Erinnerungsstück an die Wand hängen zu können.
Foto: Peischl

Modelady Nina Stift hatte in sozialen Medien und darüber hinaus mit Videos in ihrer Corona-Hose mehr als nur lokale Berühmtheit erlangt.

Jetzt hat sie das bunte Kleindungsstück für einen weiteren Lockdown ausgemottet: „Der letzte Samstag vor dem Lockdown war umsatzmäßig gut, aber wir müssen in die Zukunft schauen.“ Natürlich brauche es eine Balance zwischen Gesundheit und Wirtschaft, aber leider werde das am Rücken des Handels ausgetragen. „Wichtig wäre jetzt auch Solidarität der Lebensmittel- und Drogeriemärkte. Sie sollten sich auf ihr eigentliches Sortiment beschränken.“

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„Ich rechne damit, dass wir spätestens am 13. Dezember wieder aufsperren können. Dann gibt es immer noch zehn Tage zum Einkaufen – und unsere Lager sind voll!“ Wirtschaftskammer-Vizepräsidentin Nina Stift bleibt optimistisch

Spielzeug, Weihnachtsdeko und Co. könne man auch jetzt schon über Abholung bzw. Click-and-Collect oder nach dem Lockdown im spezialisierten Fachhandel erwerben. Die Wirtschaftskammer-Vizepräsidentin bleibt optimistisch: „Ich rechne damit, dass wir spätestens am 13. Dezember wieder aufsperren können. Dann gibt es immer noch zehn Tage zum Einkaufen – und unsere Lager sind voll!“

Der erneute Lockdown betreffe die gesamte Wirtschaft. „Und das trifft auch uns als Center hart“, sagt Rosenarcade-Leiterin Katharina Gfrerer.

Gerade in dieser Zeit möchte sie die Bevölkerung motivieren, den regionalen Handel bestmöglich zu unterstützen und damit wichtige Arbeitsplätze abzusichern. Möglich ist das über jene Shops, die der täglichen Grundversorgung dienen, die jetzt offenhalten, über Click-and-Collect, das in mehreren Geschäften angeboten wird sowie über Rosenarcade-Gutscheine, die dann in allen Shops eingelöst werden können (Info: www.rosenarcade.at ).

„Nicht nur ungeimpfte sondern auch besonders vorsichtige Personen sind zuletzt nicht mehr gekommen.“ Sabine Wagner von der Konditorei Wagner

„Die Notwendigkeit des Lockdowns trifft die Wirtschaft natürlich erneut sehr hart. Mit unserem Weihnachtsprogramm wollten wir in gewohnter und bewährter Manier Frequenz nach Tulln bringen“, bedauert Wirtschaftsstadtrat Lucas Sobotka. Er ersucht die Bürger, die Versand- und Click-and-Collect-Angebote der heimischen Unternehmen zu nutzen.

Gedämpft sind Stimmung und Andrang in der Konditorei Wagner am Montagnachmittag. Kaffee, Mehlspeisen und Weihnachtsbäckerei gibt es hier ab sofort wieder zum Mitnehmen.

„Wir sehen die Notwendigkeit des Lockdowns, die Coronazahlen müssen wieder runter. Schon in den vergangenen zwei Wochen hatten wir weniger Gäste. Nicht nur ungeimpfte sondern auch besonders vorsichtige Personen sind nicht mehr gekommen“, meint Sabine Wagner. Sie hofft, dass der Lockdown wie angekündigt am 13. Dezember vorbei ist und nicht wieder auf Monate verlängert wird.

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  • Ist die Corona-Impfpflicht gerechtfertigt?