Heuer keine Andacht in Kronau. Die jährliche Andacht fiel heuer zwar dem Corona Virus zum Opfer, eine alte Tradition wird aber dennoch fortgesetzt.

Von Alois Steinhauser. Erstellt am 17. November 2020 (17:09)
Marianne Harold vor der Hubertuskapelle, die sie schon seit 2009 betreut und pflegt. Zwei Mal täglich läutet sie händisch die Glocken.
Steinhauser

Seit 1978, nach Fertigstellung der neu errichteten Hubertuskapelle, halten Jägerschaft und Marktgemeinde Langenrohr alljährlich zu Ehren des Heiligen Hubertus eine feierliche Andacht ab.

Heuer konnte wegen Covid 19 dort erstmalig keine Andacht stattfinden.

Traditionell werden seit der Errichtung der Kapelle in heutiger Form jeden Tag und bei jedem Wetter zweimal täglich – einmal zur Mittagsstunde um 12 Uhr und einmal abends um 18 Uhr – händisch die Glocken geläutet.

„Früher wurde um 19 Uhr abends geläutet“, weiß Marianne Harold, die diese ehrenvolle Aufgabe seit über einem Jahrzehnt übernommen hat.

Marianne Harold hat es nicht weit zur Kapelle, sie wohnt gleich gegenüber. Seit dem Jahre 2009 läutet sie tagtäglich pünktlich um 12 und um 18 Uhr, bei Sonnenschein ebenso wie bei Regen und Wind, mit kräftigen Armen die Glocken.

Außerdem wird die Hubertuskapelle von Marianna Harold regelmäßig gepflegt und von ihr stets mit frischen Blumen geschmückt.

Vor Marianne Harold hatten Katharina Höck (1978 verstorben) in der alten, 1900 erbauten und 1977 neu errichteten Kapelle und nach ihr Maria Schraik (verstarb im Vorjahr) diese Tätigkeit ausgeübt.