Lage im Bezirk Tulln wird laufend beobachtet. Behörden und Institutionen stehen in einem engen Kontakt.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 04. März 2020 (03:45)
Im Dezember erkrankten die erstenMenschen in China am neuen Coronavirus.Inzwischen gibt es auch schon Fälle inÖsterreich.
Shutterstock/Jarun Ontakrai

Hat sich jemand geräuspert oder gar gehustet, sich durch Niesen bemerkbar gemacht, schlagen die meisten vorsorglich einen großen Bogen um den Betroffenen – er könnte ja das böse Coronavirus in sich tragen. Kaum ein anderer Krankheitserreger hat in der Geschichte der Menschheit so einen hohen „Stellenwert“ erlangt, und so heftige Diskussionen ausgelöst.

Eine Möglichkeit, der Ansteckungsgefahr zu entkommen, ist das Meiden von größeren Menschenansammlungen. Im Epidemiegesetz ist festgelegt, dass Erhebungen, Vorkehrungen zur Bekämpfung der Krankheiten usw. Aufgabe der Bezirkshauptmannschaften sind. Die Bezirksverwaltungsbehörde entscheidet auch über die Durchführung von Großveranstaltungen, wie die Boot Tulln am kommenden Wochenende.

„Derzeit können wir fix davon ausgehen, dass die Boot Tulln wie geplant vom 5. bis 8. März stattfinden wird“, so die Messeleitung, die laufend die Entwicklungen beobachtet.

„Für die Messe Boot Tulln werden punktuell Desinfektionsmittelspender installiert. Darüber hinaus werden Hygiene- und Reinigungsmaßnahmen ergänzt und intensiviert. Beide Maßnahmen sind weder notwendig noch behördlich angeordnet und sollten primär Komfort und Sicherheitsgefühl für Aussteller und Besucher verbessern“, so die Messeleitung.

Kindergärten und Schulen werden ebenfalls laufend über aktuelle Entwicklungen informiert und darauf vorbereitet, wie im Fall des Falles zu reagieren ist. Laut Bildungsdirektion des Landes – in ständigem engen Kontakt mit den zuständigen Behörden und dem Bildungsministerium – besteht derzeit kein Grund, Schulskikurse oder ähnliche Veranstaltungen abzusagen. Bei Reisen ins Ausland sind eventuell bestehende Reisewarnungen zu beachten.

Im Bezirk Tulln ist das Virus noch nicht aufgetreten. Das Rote Kreuz bestätigt zwei Krankentransporte von Verdachtsfällen in der vergangenen Woche zur Testung ins St. Pöltner Spital. Bei keinem Patienten konnte das Virus nachgewiesen werden.

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