Appell in Tulln: Ohne Knaller und Raketen ins Neue Jahr

Feuerwerke sind gesetzlich verboten. Tiere, Menschen und Umwelt leiden unter dieser Tradition.

Erstellt am 29. Dezember 2021 | 04:42
Lesezeit: 2 Min
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Die Angst kann gerade zu Silvester bei den Tieren sehr groß sein.
Foto: Shutterstock/smrm1977

Viele Haus- und Wildtiere durchleben zu Silvester Stunden voller Angst und auch Menschen können mit Knallkörpern negative Emotionen und Erlebnisse in Verbindung bringen.

Die Stadtgemeinde Tulln appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger, den bevorstehenden Jahreswechsel ohne das Zünden von Feuerwerk und Knallern zu feiern.

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Feuerwerke im Ortsgebiet seit 1974 verboten

Das Abschießen von Feuerwerkskörpern ist durch das Bundes-Pyrotechnikgesetz und eine kommunale Verordnung geregelt. Seit 1974 verbietet das geltende Recht Feuerwerke im Ortsgebiet.

Leider wird dies gerade rund um Silvester nicht nur oft missachtet, sondern in den letzten Jahren wurden diese privaten Feuerwerke sogar immer häufiger und lauter. Da der Wachdienst und die Polizei dies nicht überall gleichzeitig überwachen können, fordert die Stadtgemeinde die Bevölkerung auch heuer wieder dazu auf, sich zu Silvester an die vorliegenden Gesetze zu halten.

Die einzige gesetzlich erlaubte Verwendung von Feuerwerkskörpern - ausschließlich Kategorie F1 und F2 - ist an der Donaulände am Sporn beim Gästehafen. Dazu muss vorab eine Genehmigung der Veranstaltungsbehörde der Stadt Tulln am Bauamt eingeholt werden.

Und auch diese Erlaubnis gilt ausschließlich unter Einhaltung von speziellen sicherheits- und brandschutztechnischen Auflagen.

Feuerwerke der Kategorien F3 und F4 dürfen keinesfalls von Privatpersonen, sondern ausschließlich von Profis verwendet werden. Für deren Genehmigung ist die Bezirkshauptmannschaft Tulln zuständig.

Den Tieren, Menschen und der Umwelt zuliebe

Der Verzicht auf Knaller und Raketen ist zum Wohle von Tier, Mensch und auch Umwelt. Denn - anders als beim Feuerwerk anlässlich der Gartenbaumesse - schlagen auch die Feinstaub-Messgeräte in Tulln zu Silvester aus.

Die Corona-Pandemie ist heuer ein weiterer Einflussfaktor: Krankenhäuser sollen nicht durch Verletzungen durch Knallkörper zusätzlich belastet werden.

Es gibt genug umweltfreundliche Alternativen, den Jahreswechsel zu feiern.

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