Die Premiere ist gelungen. THEATER IN DER KELLERGASSE / Fulminanter Auftakt für „Der Brandner Kaspar und das ewig‘ Leben“. Die Schauspieler und die tolle Atmosphäre begeisterten die Besucher.

Erstellt am 15. August 2012 (00:00)
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Die Schauspieler freuten sich über die gelungene Premiere: unter ihnen auch die Tullner Uli Werzinger (4. von links), die die Theres spielte und Nikolaus Firmkranz als Simmerl (rechts).KINDLER
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VON BIRGIT KINDLER

ABSDORF / „Welttheater am Wagram“ unter diesem Motto fand die Premiere von „Der Brandner Kaspar und das ewig‘ Leben“ in der Kellergasse in Absdorf statt. Und es wurde nicht zu viel versprochen.

Im Stück geht es um den Brandner Kaspar, der sich um seine Enkelin Marei kümmert, und ständig in Auseinandersetzungen mit Bürgermeister Senftl verstrickt ist. Der „Boandlkramer“ (Tod) soll dann den Brandner Kaspar in den Himmel holen. Mit einer List beim Karten spielen und hochprozentigem „Kirschwasser“ überlistet dieser jedoch den „Boandlkramer“ und darf so noch „unten“ bleiben. Beim Heiligen Petrus kommt diese Abmachung nicht gut an. Der „Boandlkramer“ holt daraufhin den Brander Kaspar und lässt ihn einen Blick in den Himmel werfen. Das Leben „oben“ gefällt ihm dann so gut, dass er beschließt, dort, im Kreise seiner Lieben, zu bleiben.

Besonders war, dass Laiendarsteller aus umliegenden Theatergruppen mit professionellen Schauspielern gemixt wurden. Peter Josch passte perfekt für die Rolle des Brandner Kaspars, Daniel Feik begeisterte das Publikum mit seiner großartigen Darstellung des „Boandlkramer“, die Tullnerin Uli Werzinger spielte die Theres, Nikolaus Firmkranz den Simmerl und Richard Maynau überzeugte als Bürgermeister Senftl.

Lustig spielte auch die Besetzung im „Himmel“. Thomas Nistler als Porter (Petrus), Herbert Lohner von der Theatergruppe Absdorf begeisterte mit seiner Darstellung des Karten spielenden Koloman ebenso wie Erwin Mantler (Kirchberger Theaterverein) als Turmaier. Auch Michael Ricker, mit seiner Aufmachung angelehnt an Hansi Hinterseer sorgte für Lacher. Als Marei in den Himmel kommt, fragt sie, da ein Deutscher seinen Besuch ankündigt: „Was die gibts bei euch oben auch?“ Daraufhin der Porter: „Nein, wir lassen die Deutschen net rein, sonst wär es ja kein Paradies mehr.“

Gespielt wird noch am Samstag, 18. und Sonntag, 19. August, je um 20 Uhr, für das leibliche Wohl ist gesorgt.