Park-Frust in Greifenstein: Badetag erhitzt Gemüter

Erstellt am 05. August 2022 | 05:29
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Strafzettel Symbolbild
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Foto: tommaso79/Shutterstock.com
Gestrafter Lenker ortet Skandal. Ortschef: „Es ist erkennbar, wo man sich hinstellen darf.“
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Ein Sommertag an der Donau: Im kühlen Nass des Altarms suchen Badegäste Erfrischung. Der Weg dorthin sorgte bei einem Besucher aber so gar nicht für coole Glücksmomente. Im Gegenteil: „Die ganze Misere begann mit der Parkplatzsuche“, schildert der Mann.

Die Parkplätze am Bahnhof seien belegt gewesen, nach „langem Hin- und Herfahren“ habe der Lenker „einen Parkplatz direkt beim Altarm Greifenstein gefunden“, erzählt er.

Und was er später noch gefunden hat: ein Strafmandat. „Da auch dieser Parkplatz über die Maßen voll war, haben wir uns erlaubt, uns bei einem freien Platz, wo niemand behindert wurde, unser Kfz abzustellen, wo aber keine Bodenmarkierungen vorhanden waren. Dies wurde uns nun in Rechnung gestellt.“

„Habe mir auch noch eine akute Harnwegsinfektion geholt“

Noch dazu habe er das Beachvolleyballturnier – „ein öffentlich beworbenes Event“ – besucht. Die Gemeinde hätte, fordert der Badegast, dafür zu sorgen, dass es genug Parkmöglichkeiten gibt: „Ich finde es ehrlich gesagt skandalös, hier Parkwächter zu schicken und abzukassieren.“

Des Unmuts nicht genug, berichtet der Mann: „Darüber hinaus habe ich mir eine akute Harnwegsinfektion geholt.“ Er vermutet, wegen der Qualität des Gewässers und fordert die Gemeinde auf, das Strafmandat inklusive Rezeptgebühren abzugelten.

Zu dieser Refundierung wird es aber nicht kommen. Bürgermeister Maximilian Titz betont: „Es ist klar erkennbar, wo man sich hinstellen darf.“ Wer sich nicht daran hält, wird gestraft – Titz: „Da geht’s übrigens um eine Strafe von 23 Euro.“

Ortschef: „Haben schon zweimal alles absperren müssen“

Ganz ohne Stellplatz-Frust sei eine Anreise mit der Bahn möglich. Da aber viele mit dem Auto kommen, sind Parkwächter notwendig, um Chaos zu verhindern. „Wir haben schon zweimal alles absperren müssen. Badesiedler, die dort wohnen, oder Polizei, Rettung und Feuerwehr kommen nicht mehr durch, wenn alles verparkt ist.“

Außerdem: „Das ist alles Wildwasser und kein von der Gemeinde verwaltetes Badegebiet.“ Einzig die Park-Securitys und Klosetts – „weil wir den Dreck nicht haben wollen“ – ermöglicht die Gemeinde. Und zusätzlich Tests zur Wasserqualität. Den Vorwurf, dass es da Mangel gibt, lässt Titz nicht stehen: „Das wird geprüft und es gibt keine Beanstandungen.“

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