Euphorisch „getrauert“ beim EAV-Abschiedskonzert. Das Tullner „Flussbestattungsgelände“ Donaubühne war Schauplatz des letzten Konzertes der Ersten Allgemeinen Verunsicherung „1000 Jahre EAV“.

Von Helga Urbanitsch. Erstellt am 12. August 2019 (03:46)
Urbanitsch
Erich Schindlecker mit Klaus Eber-hartinger und dem 10-jährigen Fabian auf der Donaubühne Tulln.

„Ja, wenns am schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören“, begrüßte Donaubühnenmanager Erich Schindlecker rund 2.400 Besucher im Jubiläumsjahr der Donaubühne, beim ausverkauften Konzert der EAV.

„Wir tragen die EAV zu Grabe“ erklärte Klaus Eberhartinger nachdem er sich aus seinem Sarg erhob und mit dem Song „Was vorbei ist, des is vorbei“, den jubelnden Besuchern dankte, dass sie der EAV am Tullner „Flussbestattungsgelände“ die letzte Ehre erweisen.

Diesem Abschiedskonzert ging vor zwei Wochen auch ein weiteres eingeschobenes Konzert der EAV voraus, da die Karten in Windeseile ausverkauft waren.

„Wir tragen die EAV zu Grabe“

Alle Hits kamen zum Einsatz, bei denen das euphorische Publikum leidenschaftlich mitsang.

Eines war bei diesem Konzert doch anders. Bei der Zugabe, dem „Märchenprinz“, sprang der 10-jährige Fabian aus Niederösterreich auf die Bühne und rockte gemeinsam mit Klaus Eberhartinger mit speziellen „Dance-Moves“ tanzend die Bühne.

Zwischen den einzelnen Songs schmetterte Eberhartinger immer wieder Zeitkritisches ins Publikum, wofür er tosenden Applaus erntete. Am Pranger standen unter anderem auch Donald Trump, die Schwarzgeld-Weißwäscher sowie die „strahlenden Gesichter“ von Tschernobyl. „Vergessen wir nicht, dass wir uns glücklich schätzen können in diesem Land zu leben“, so Eberhartinger. Das allerletzte Lied war: „Morgen“: „Seit 1000 Jahren singen wir das am Ende.“