Tulln

Erstellt am 08. August 2018, 04:00

von Helga Urbanitsch

„Woiferl“ in Bestform. Wolfgang Ambros und Norbert Schneider sorgten auf der Tullner Donaubühne für einen unvergesslichen Abend.

Die Vollblutmusiker Wolfgang Ambros und Norbert Schneider gastierten auf der Tullner Donaubühne.  |  Hans Eder

„Wir machen jetzt gemeinsam eine Zeitreise ins Jahr 1971, mit meiner leiwanden Band der No.1 vom Wienerwald“, begrüßte Wolfgang Ambros seine begeisterten Fans auf der Donaubühne. 1.360 Besucher erlebten den Vollblutmusiker in Bestform. Der kultige Sänger startete den Abend mit dem 1989 erschienenen Lied „Erste große Liebe“.

„Jetzt kommt was aus grauer Vorzeit, ich versteh’s zwar nicht, aber bei dem ‚Schaffner’ gab’s immer gutes Feedback.“

Standing Ovations und jubelnde Fans

Wie im Flug vergingen die 90 Minuten, in denen Ambros Hits wie „Die Blume aus dem Gemeindebau“, „Mamma“ und „A Mensch mecht i bleibn“, zum Besten gab. Dabei bekundete er (stehend) wie wichtig „Mensch sein“ für ihn ist.

So leicht ließ ihn das Publikum aber nicht gehen. Unzählige „Woiferl“ Rufe und nicht endendwollende Standing Ovations lockten den Sänger wieder auf die Bühne. „Wir haben ja noch nicht alles gesungen“, wusste er genau, wonach sein Publikum verlangte. Als Zugabe folgten „Langsam wachsma zsamm“ und Schifoarn“. Mit einem „Gott segne euch“ verließ Ambros die Donaubühne.

Nach der Pause hatte Norbert Schneider mit seiner Band das Sagen und das Publikum fest im Griff. Stimmlich ein Akrobat, (seine Stimme umfasst locker drei Oktaven) spannte er den musikalischen Bogen von Blues, Soul bis zu Austro-Pop.

Einige seiner Songs widmete der zweifache Amadeus-Award-Gewinner dem unvergessenen Georg Danzer.

Frenetischen Applaus erntete auch sein „Ollas wird guad“. Den lauen (eigentlich diesmal heißen) Sommerabend auf der Donaubühne, genossen die Besucher fast bis Mitternacht. Die Getränkestandln hatten dabei Hochbetrieb.