Erstellt am 01. März 2017, 06:09

von Bernhard Steinböck

Unbemannte Flugobjekte: Mehr als ein Spielzeug. Österreichischer Wachdienst informierte auf Flugfeld. Fliegerhorst Langenlebarn bereitet sich auf Umgang mit potenzieller Gefahr vor.

Wilfried Haaks (ÖWD), Jan Peter Schween („Dedrone“) und Alexander Kiss (ÖWD) informierten auf dem Flugplatz Stockerau über Sicherheitsmaßnahmen gegenüber Drohnen.  |  NOEN, Steinböck

Stellen Sie sich vor, Sie stehen inmitten tausender anderer Besucher auf einem Areal, vor Ihnen gibt die Band Ihrer Wünsche gerade ihre Zugabe. Zufällig blicken Sie gen Himmel und entdecken ein unscheinbares Flugobjekt, das sich langsam in Richtung der Köpfe des Publikums nähert. Ob darauf wohl eine Kamera montiert ist, die das Konzert filmt? Wenn Sie Glück haben, ist es nur das.

„Es ist bereits Gang und Gäbe, dass in den aktuellen Kriegsschauplätzen Mutationen dieser handelsüblichen Drohnen tatsächlich eingesetzt werden. Beim Kampf mit den IS sind bereits einige Drohnenspielzeuge gefunden worden, bei denen der Schwenkkopf dazu verwendet wurde eine Handgranate auszulösen“, warnt Alexander Kiss, der für die Aktivitäten des Österreichischen Wachdienstes (ÖWD) in der Ostregion verantwortlich ist. Ein Szenario, das auch in Europa zur Realität werden könnte. Ideen für Gegenmaßnahmen zur Detektion und Abschirmung gibt es zuhauf.

Drohnenabwehr beim Bundesheer ein großes Thema

Das Thema Drohnenabwehr wird derzeit auch beim Österreichischen Bundesheer aufbereitet. „Es wird entsprechende Detektionsversuche im Rahmen einer Übung im Sommer geben. Das Thema fällt in den großen Bereich des Schutzes kritischer Infrastruktur hinein. Da arbeiten wir jetzt an Möglichkeiten, wie man Kleinstdrohnen detektieren kann und welche Möglichkeiten wir haben, sie zu stören“, so Langenlebarns Garnisons- und Schulkommandant Günter Schiefert.

Innerhalb Europas steigt jedenfalls die Nachfrage nach effektiven Drohnendetektionssystemen. Besonders Firmen, Organisationen und öffentliche Einrichtungen sehen in den kleinen, ferngesteuerten Flugobjekten eine zunehmende Bedrohung.

Auf das Flugfeld Stockerau lud der ÖWD deshalb zu einer Infoveranstaltung. Dabei wurden Drohnen, die ein Gewicht von bis zu 80 Kilo transportieren, oder wie auf dem Bild erkennbar, Flüssigkeiten versprühen können, in die Luft gelassen.

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