Bezirk Tulln: Sternsingen, aber sicher. Nur sehr wenige Pfarren führen im nächsten Jahr eine Sternsingeraktion durch. Die Sternsinger der Pfarre Würmla bringen den Segen auf öffentliche Plätze.

Von Monika Gutscher. Erstellt am 30. Dezember 2020 (04:02)
In Heiligeneich und in der Tullner Pfarre St. Severin ziehen Sternsinger von Haus zu Haus. In anderen Gemeinden werden Alternativen dazu geboten.
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Der Segen „20*C+M+B+21“ könnte diesmal nicht nur „Christus segne dieses Haus“ (Christus mansionem benedicat), sondern eher Corona, Maske und Babyelefant heißen. Auch die neuen Corona-Regelungen, die ab 26. Dezember gelten, haben nichts daran geändert, dass Sternsingen grundsätzlich erlaubt ist, unter Wahrung strenger Sicherheitsvorkehrungen. Laut der aktuell geltenden Verordnung ist Sternsingen im herkömmlichen Sinn (auch Personen aus mehreren Haushalten) unter Einhaltung von Abstands- und Hygienemaßnahmen, die Gesundheit aller Besuchten und Beteiligten gewährleisten, möglich. Das Betreten von Wohnräumen ist bei der Sternsingeraktion 2021 nicht gestattet.

In der Pfarre Heiligeneich werden sechs Gruppen mit jeweils drei Kindern und einer Begleitperson von Haus zu Haus ziehen, um Spenden zur Unterstützung von Projekten in anderen Teilen der Welt zu sammeln. Unter der Organisation von Marina Fischer sind Sternsinger von 2. bis 4. Jänner im Gemeindegebiet von Atzenbrugg unterwegs – unter Einhaltung aller Hygienevorschriften. Es darf nicht gesungen, Häuser nicht betreten werden. Der Segen wird an der Haustüre angebracht.

„Die Kinder wollen auf jeden Fall gehen.“ Peter Markom (Pfarre St. Stephan) über die Motivatiob der Sternsinger gruppen.

In den Pfarren Zwentendorf und Maria Ponsee werden heuer erstmals keine Sternsinger unterwegs sein. Die Segensaufkleber wurden von Pfarrer Kazimierz Sanocki bereits zu Mariä Empfängnis gesegnet und können in der Pfarrkanzlei und nach jeder Messe gegen eine Spende erworben werden.

Weil keine Sternsingeraktion durchgeführt wird, kommt in Muckendorf (2. Jänner), Wipfing (6. Jänner) und Zeiselmauer (3. und 4. Jänner) Diakon Lorenz Denner gerne in jedes Haus, um mit den Bewohnern zu beten und Gott um seinen Segen für die Familie und das Heim zu erbitten. Um Voranmeldung bei Claudia Feigl-Sturmlechner ( 0680 / 13262 66 oder claudia.feigl-sturmlechner@gmx.at) wird gebeten. Am Dreikönigstag wird beim Gottesdienst um 9 Uhr die Kreide gesegnet, mit der man die Eingangstür beschriften kann..

In der Tullner Pfarre St. Severin gehen fast alle Ministranten als Sternsinger. „Wir haben neun bis zehn Gruppen, meist gehen die Mamas mit, somit sind maximal zwei Haushalte in einer Gruppe“, erklärte die Leiterin Margit Längauer. Die Sternsinger werden am Montag, 4. Jänner, durch das Pfarrgebiet von St. Severin gehen, aber nur zu Einfamilienhäusern, in keine Wohnblöcke. Vor den Häusern wird ein Spruch aufgesagt, es wird nicht gesungen. Um Spenden zu sammeln, wird die Kassa vor das Haus gestellt, dann mit Abstand wieder mitgenommen.

„Wir haben neun bis zehn Gruppen, meist gehen die Mamas mit, somit sind maximal zwei Haushalte in einer Gruppe“,

In der Pfarre St. Stephan prüft man noch. „Die Kinder wollen auf jeden Fall gehen, wahrscheinlich werden es zwei bis drei Gruppen“, erklärt der Verantwortliche Peter Markom.

In Königstetten ist man vorsichtiger: Hier wird keine Sternsingergruppe von Haus zu Haus ziehen. Alle Haushalte bekommen einen Informationszettel, und die Hl. Dreikönigsmesse wird via Livestream übertragen.

Die Sternsinger der Pfarre Würmla kommen mit dem Segen im Jänner 2021 auf öffentliche Plätze. Diese sind am 2. Jänner um 14 Uhr bei der Kapelle in Saladorf, um 15 Uhr bei der Kapelle in Diendorf, am 3. Jänner um 14 Uhr bei der Kapelle in Waltendorf, in Holzleiten, Untermoos und Mittermoos um 15 Uhr sowie um 16 Uhr bei der Kapelle in Anzing. Am 4. Jänner sind die Sternsinger um 15 Uhr beim Marterl (Schlosspark) und um 16 Uhr bei „3 Kreuzen“ in Würmla bzw. Pöding. Tags darauf am 5. Jänner . kommen sie um 15 Uhr auf den Kirchenplatz in Würmla, um 16 Uhr zur Kapelle (Egelsee, Jetzing). Am 6. Jänner sind sie um 15 Uhr in Hankenfeld.

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