Abkühlung im Sommer: „Vanille und Erdbeer, bitte!“. Ungewöhnliche Geschmackskreationen locken, doch Vanille bleibt im Ranking die absolute Nummer Eins.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 01. August 2018 (04:04)
Firmkranz
Renata, Tochter Giulia und Sohn Alberto im Gassenlokal des Eissalons „Il Gelato“.

„Vanille“, lautet die wie aus der Pistole geschossene Antwort auf die Frage nach der am meisten georderten Speiseeissorte. Der absolute Klassiker mit dem unvergleichlich zarten Aroma lässt sich von auch noch so innovativen Kreationen, wie „Bubblegum“, „Marshmallow“, „After Eight“ oder „gesalzenes Karamell“ von der Spitze der Beliebtheitsskala nicht verdrängen.

Kefir-Eis, verfeinert mit erfrischender Gojibeere

Dabei tüftelt Sebastian Köstlbauer von der gleichnamigen Traditions-Konditorei am Hauptplatz gerade an einer ganz neuen Sorte. „Grundlage ist Kefir“, erklärt er, „und dass das Ganze auch etwas Farbe und Frische erhält, wird die neue Speiseeissorte mit Gojibeeren angereichert.“ Die Sorte „Kefir“ wird demnächst zu probieren sein.

Wie alle drei von uns befragten Speiseeishersteller unisono betonen, hat sich neben den weiteren Verkaufsschlagern Erdbeere und Schokolade die im Vorjahr eingeführte Sorte „Mohn“ in dieser Saison zu einem echten Renner gemausert. Doch die Vorlieben der Kundschaft sind mitunter so wechselhaft wie das Sommerwetter. Nähern sich die Temperaturen der 30°C-Granze, wird erfrischendes Fruchteis (heuer sind dies etwa Marille und Limette) bevorzugt, bei Regenwetter wird eher zu nussigen Sorten gegriffen. Kinder lieben es grundsätzlich bunt.

NOEN
Altbürgermeister Edwin Pircher und Ex-Stadtamtsdirektor Franz Lasser lasen sich von Sabine Wagner nurallzu gerne verwöhnen - mit Eiskaffee vom Feinsten!

Nach wie vor gerne verzehrt werden Eisbecher in allen Variationen, wobei hier klassischer Eiskaffee besonders gefragt ist. Beim Wagner, ebenso am Hauptplatz beheimatet, hat er schon lange Tradition und wird mit besonderer Liebe und Sorgfalt zubereitet. „Wir verlangen vielleicht ein paar Cent mehr als anderswo, aber dafür verwenden wir eine exquisite Espresso-Marke“, betonen Norbert Hofmann und Sabine Wagner und weisen darauf hin, dass ihr Speiseeis ohne Zusatzstoffe und Stabilisatoren zubereitet wird.

Großer Andrang vor dem „Ialiener“

„Hochsaison im Eissalon“ herrscht auch zwischen Hauptplatz und Rathausplatz. Schon von Weitem kann man die Schlange sehen, die sich zu Stoßzeiten vor dem Gassenlokal von „Il Gelato“ von Zeit zu Zeit bildet. Der dazugehörige Eissalon in der Holzschuhpassage musste von Renata und Sante Battistin im vergangenen Jahr aufgrund des großen Andranges vergrößert werden.

Hinter der Rezeptur der Eisspezialitäten steckt ein uraltes Familiengeheimnis. Nicht ohne Grund sind die Battistinis stolz auf ihre Herkunft. Sie stammen aus einem entlegenen, kleinen Tal in den Süddolomiten, von wo aus der historische Siegeszug des „Gelati“ rund um den Erdball seinen Anfang genommen hat. Auch Sohn Alberto und Tochter Giulia (bald auch Schwiegersohn Jonathan) arbeiten fleißig im Familienbetrieb mit..

Top? „Erdbeertraum mit Nutella“, sind sich Mutter und Sohn einig, „ist derzeit besonders beliebt:“ Gab es vielleicht auch einen Flop? „Nutella und Brot, das haben wir ganz schnell wieder eingestellt“, schmunzeln beide.

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