Viele Pläne für St. Andrä-Wördern. Der Bauhof übersiedelt, bei den Schulen wird der Verkehr beruhigt. Ein Park ist angedacht.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 26. November 2020 (03:29)
Verkehrsberuhigung: Auf rund 100 Metern wird die Greifensteinerstraße auf Gehsteig- Niveau gehoben.
NÖN

Corona hat ein Loch in das Budget gerissen. „Wir sind derzeit bei rund 1,3 Millionen Euro, die tatsächlich fehlen“, gibt Bürgermeister Maximilian Titz (ÖVP) Einblick in die Ortskasse. Investiert muss trotzdem werden. Und so stehen in den nächsten Monaten Projekte an.

Die Bauarbeiten für den neuen Bahnhof gehen in den Endspurt. Der 15-Minuten-Takt ist bereits im Fahrplan 2021 verankert, im Dezember sollen die Station, die Brücken und die umliegenden Straßen wieder freigegeben werden. Neben einem modernen Bahnhof bringt die Erneuerung auch einen verbesserten Hochwasserschutz.

Der Bauhof wird voraussichtlich im April auf das neue Gelände beim Gewerbegebiet übersiedeln. „Der neue Bauhof ist durchfinanziert und bereits zu dreiviertel fertig“, erklärt Titz. Das Areal ist durch PV-Anlagen autark. Der alte Bauhof neben dem Gemeindeamt, wird — so plant der Ortschef — verbaut. Ebenerdig könnten ein Jugendzentrum oder Räume für das Rote Kreuz entstehen, darüber Wohnungen. Gespräche mit einem Bauträger stehen noch aus.

Die Gemeinde setzt Maßnahmen, um den Verkehr im Schulviertel zu beruhigen. Im Zuge der Neuasphaltierung durch die Landesstraßendirektion werden rund 100 Meter der Greifensteinerstraße aufgedoppelt – also auf die Ebene des Gehsteigs gehoben. Künftig gilt dort Tempo 30. Die Arbeiten sind für das Frühjahr fix vorgesehen, je nach Budget ist auch ein Radweg angedacht.

Große Visionen hat der Bürgermeister für den Acker vis-à-vis des Friedhofs: Ein Park mit Kinderspielplatz soll auf 4.000 m entstehen. Das Angebot — Grünflächen zur Erholung, Bänke, ein Pump Track für Räder, ein Motorikpark mit unterschiedlichsten Gerätschaften und Spielflächen — richtet sich an Groß und Klein. Ebenso angedacht: eine Hundeauslaufzone an der Ortsgrenze zu Zeiselmauer und ein Hackschnitzelwerk , das Schulen und Feuerwehr beheizt.

Die Projekte Bauhof und Schulviertel werden fix in den nächsten Monaten durchgeführt, die anderen Pläne sollen mittelfristig verwirklicht werden. Titz informiert: „Das hängt davon ab, wie wir schlussendlich mit dem Geld zurechtkommen und welche Förderungen wir bekommen. Ich hoffe auf eine Beruhigung im nächsten Jahr und rechne mit einer Realisierung in den nächsten zwei Jahren.“