Mit Begleitung kann man nun den Tullner Karner erkunden. Gäste werden ab nun von „Karner-Guides“ mit großem Detailwissen betreut.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 12. Juli 2020 (06:17)
Karl Heinl (Bildmitte) und seine Guides (v.l.) Siegfried Firmkranz, Bernhard Knapitsch, Hans Baumüller, Susanne Scharwitzl, Claudia Scharwitzl und Manfred Neubauer.
Firmkranz

Zusätzlich zu den Führungen, die man im Büro der Touristeninfo am Minoritenplatz (02272 67566) buchen kann, steht der Karner ab sofort an Freitagen und Samstagen, jeweils von 14 bis 16 Uhr, für Besucher offen.

Vom Obmann der Bürgerinitiative „Rettet den Karner“ Karl Heinl speziell dafür „geschulte“ Guides werden die Besucher dabei begleiten.

Heinl hat das spätromanische Prunkstück europäischer Baukunst zu seinem persönlichen Anliegen gemacht und ist mit seinem Team unermüdlich seit Jahrzehnten bestrebt, Tullns bedeutendstes Bauwerk in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Ausstattung der „Dreikönigskapelle“ nun im Fokus

Im Laufe der Jahrhunderte – als Gründungsjahr gilt 1240 – sind zahlreiche Bauschäden aufgetreten und der Karner war bereits ernsthaft vom Verfall bedroht. Doch der Bürgerinitiative ist es gelungen, alle zuständigen Stellen für die Konservierung und Restaurierung zu gewinnen.

Ein beachtlicher Teil der Gesamtkosten wurde durch Spenden aus der Bevölkerung, durch Eigenleistung, als auch durch großzügige Sponsoren aufgebracht.

„Die zuletzt veranlasste Restaurierung hat die Schließung der Fugen und Risse im Kuppel- und Wandbereich ermöglicht“, erläutert Heinl. Nächster wichtiger Punkt ist die geplante Ausstattung der „Dreikönigskapelle“ (Altar, Ambo, Sitzgelegenheiten, technische Installationen).

„Unser Lösungsvorschlag fand bisher nicht die Zustimmung des Diözesankonservatorats“, bedauert Heinl. „Außerdem sind wir bei der Finanzierung auf uns alleine gestellt, für Einrichtung werden keine Subventionen gewährt.“