Rettet das Kind braucht viele Unterstützer

Neun Kinder und Jugendliche sollen 2023 in ihre neue Wohngruppe einziehen.

Erstellt am 07. Dezember 2021 | 17:57
Lesezeit: 2 Min
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Spatenstich war erst vor zwei Monaten: Architekt Jürgen Heiss (Geschäftsführung A quadrat Ziviltechniker GmbH), Bürgermeister Christian Bauer, Landtagsabgeordneter Christoph Kaufmann (Vorstandsvorsitzender Rettet das Kind NÖ in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner), Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Monika Franta (Geschäftsführerin Rettet das Kind NÖ), Eva Radinger (Geschäftsführerin Verein Licht ins Dunkel) und Peter Forthuber (Vorstandsdirektor GEDESAG).
Foto: Rettet das Kind NÖ

Derzeit werden in der Außenwohngruppe Reidling von Rettet das Kind NÖ neun Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 14 Jahren betreut. Nun entsteht in Fels für diese jungen Leute ein neues Zuhause, weil die Liegenschaft in Reidling abgewohnt ist und nicht mehr den Erfordernissen entspricht.

Die Kinder, die auf Antrag der Kinder- und Jugendhilfe aus sozial schwierigen Situationen kommen und meist schon traumatische Erfahrungen gemacht haben, werden in die neue Außenwohngruppe einziehen und in Fels auch Kindergarten, Volksschule, Mittelschule und Sonderpädagogisches Zentrum besuchen bzw. eine Lehre absolvieren.

Für die jungen Leute entsteht ein geräumiges Einfamilienhaus mit Garten, wo sie Schutz und Geborgenheit finden sollen. „Wir gehen davon aus, dass die Kinder Ende 2023 in das neue Haus in Fels am Wagram einziehen können“, sagt Isabella Kübek-Matyus, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation bei Rettet das Kind NÖ.

Von der Marktgemeinde Fels unter Bürgermeister Christian Bauer gibt es volle Zustimmung für dieses Projekt. Rettet das Kind NÖ hat sich in Absprache mit der Kinder- und Jungendhilfe für den verkehrsgünstigen Standort entschieden. Die Außenwohngruppe Fels wird im Zuge der Errichtung einer Wohnhausanlage durch die GEDESAG in Bahnhofsnähe gebaut.

Außenwohngruppe als zweites Zuhause

Der Spatenstich für die neue Wohngruppe erfolgte erst Anfang Oktober. „Die Außenwohngruppe bietet vor allem Kindern, die eine längere Unterbringung benötigen, ein zweites Zuhause“, so Monika Franta, Geschäftsführerin von Rettet das Kind NÖ. „Ein Team von Pädagogen betreut die Kinder rund um die Uhr, sorgt für liebevolle Begleitung, eine familiäre Alltagsstruktur und individuelle Förderung. Durch Kindergarten, Schule, Freundschaften und Vereinsleben sind die Kinder gut in Nachbarschaft und Gemeinde integriert. Die Eltern werden nach Möglichkeit in das Leben der Kinder einbezogen. Ist eine Rückkehr in die Familie nicht möglich, finden sie bei uns Unterstützung, bis sie in ein eigenständiges Leben hinauswachsen. Auch danach sind sie willkommene Gäste.“

Als Vorsitzender von Rettet das Kind NÖ freut sich Landtagsabgeordneter Christoph Kaufmann, dass die neue Außenwohngruppe im Bezirk Tulln entsteht. „Wir geben 170 Kindern und Jugendlichen ein Zuhause, unterstützen 300 Familien in belastenden Lebenssituationen.“

Finanziert wird der Neubau durch Wohnbauförderung, Eigenmittel des Vereins und Spenden – besonders von Licht ins Dunkel.