Sommer als "heiße Zeit" für Eltern und Kinder. Gemeinden helfen bei der Aufsicht der Kinder in den großen Ferien.

Von Helga Urbanitsch, Gabi Gröbl, Monika Gutscher und Günter Rapp. Erstellt am 13. Juni 2019 (03:41)
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Endlich Ferien! Für die Eltern sind Ferien nur entspannend, wenn dieBetreuung der Kinder gesichert ist.

Ferien für Kinder bedeutet meist auch mehr Stress für die Eltern. Nicht jede Familie kann die gesamten neun Ferienwochen zur Betreuung der Kinder selber abdecken. In Tulln bietet die Stadtgemeinde neben den Freizeitangeboten des Tullner Aktivsommers ganztägige und acht Wochen durchgängige Betreuung für die Kinder der Tullner Volksschulen, von 7-17 Uhr. „In der Nachmittagsbetreuung in Tulln sind Kinder bestens betreut auch in den Ferien“, freut sich Schul-Stadträtin Susanne Stöhr-Eissert.

Mit dem Jugendzentrum JUZ können regelmäßige Ausflüge, Spieletage, Indoor-Angebote im kühlen Kellerraum und vieles mehr in Anspruch genommen werden.

In Königstetten wird heuer erstmals eine lückenlose Ferienbetreuung angeboten. „In den Sommerferien werden pro Woche 15 bis 30 Kindergarten- und Volksschulkinder betreut“, sagt Bürgermeister Roland Nagl über den steigenden Bedarf an Ferienbetreuung.

In Grafenwörth ist es ähnlich, hier kann auch heuer eine fast lückenlose Ferienbetreuung angeboten werden. Für die Eltern eine massive Erleichterung, denn nur eine Woche Anfang August bleibt auch die Ferienbetreuung geschlossen.

Eine entsprechende Bedarfserhebung hat es in der Volksschule Grafenwörth bereits gegeben. Um die mögliche Förderung zu erhalten, müssen mindestens fünf Kinder pro Nachmittag in Betreuung sein. Rund 25 Kinder wurden für die Vormittage angemeldet, etwa 10 für nachmittags.

Nachfrage für Betreuung in Ferien steigt stetig

Theoretisch könnten auch Kinder aus anderen Gemeinde in Grafenwörth betreut werden, „aber das kommt nur ganz selten vor“, weiß Michaela Koller, die seitens der Marktgemeinde die Ferienbetreuung koordiniert. Betreut werden die Kinder von Personen mit pädagogischer Qualifizierung.

In Sieghartskirchen freut sich Bürgermeisterin Josefa Geiger über die Zusammenarbeit mit den Lerntigern. Die Kinder werden in den gewohnten Räumlichkeiten von 7 bis 17 Uhr betreut. Die Nachfrage ist über die Jahre stetig gestiegen.

In Judenau-Baumgarten wird aufgrund der geringen Nachfrage keine Ferienbetreuung angeboten. Bei Bedarf können die Kinder bei den Lerntigern in Sieghartskirchen die Tage mit Spielen und Ausflügen verbringen. Das Ferienspiel der Gemeinde bietet ein umfangreiches Programm, bei dem die Kinder für einige Stunden, bis zu einem halben Tag, mitmachen können. Insgesamt werden rund 20 Veranstaltungen rund um die Themen Sport, Kultur, Kreativität angeboten.

Auch das Hilfswerk steht den Eltern mit Ferienbetreuung zur Seite. Unter anderem mit einem Hort in Michelhausen und den Tageseltern im Bezirk. Der Bedarf an Tageseltern ist in den großen Ferien vor allem in Gemeinden ohne Ferienbetreuung. Es gibt auch Tageseltern, die sich auf die Kinderbetreuung in den Ferien spezialisiert haben und in dieser Zeit mehr Kinder betreuen.

Schulinspektorin Eva Rosskopf meint, dass „neun Wochen Ferien für Eltern schwer abzudecken sind. Die Nachmittagsbetreuung ist immens wichtig, damit Schüler generell qualitätsvolle Freizeitgestaltung bekommen und lernen mit ihrer Freizeit umzugehen“.

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