Initiative: Straße als Zankapfel. „Transit.Stopp.Wagram“ konfrontiert Landesrat Schleritzko und zuständige Abteilung des Landesstraßenbaues mit Fragenkatalog.

Von Günter Rapp. Erstellt am 27. August 2018 (04:18)
Landesrat Ludwig Schleritzko
privat

Die Pläne der Marktgemeinde Grafenwörth, die verkehrsbelasteten Ortsgemeinden Feuersbrunn und Wagram durch eine lokale Umfahrungsstraße zu entlasten, haben nicht nur die Gemeindeverantwortlichen in der Nachbargemeinde Fels, sondern auch die Initiative Transit.Stopp.Wagram auf den Plan gerufen.

Leopold Blauensteiner, Sprecher von Transit.Stop.Wagram: „Wir haben offene Fragen zu einer Ortsumfahrung Feuersbrunn und Wagram an den zuständigen Landesrat Ludwig Schleritzko und den Leiter der Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten des Landes NÖ Werner Pracherstorfer sowie an den NÖ Straßendienst übermittelt.“

Die Betreiber der Initiative wollen etwa wissen, ob im Planungsprozess zur Umfahrung in einer strategischen Umweltprüfung die Auswirkungen auf die Nachbarorte Fels, Gösing und Stettenhof berücksichtigt wurden und warum bei der von der Marktgemeinde Grafenwörth kolportierten Straßenplanung vom NÖ Straßendienst von einem „Lückenschluss von zwei Gemeindestraßen“ gesprochen wird, obwohl zwei höherrangige Straßen (L 113 und B 34) verbunden werden sollen.

Gösing und Stettenhof werden zum Nadelöhr

Dem Felser Vizebürgermeister und Ortsvorsteher von Gösing, Ludwig Güntschl, ist bewusst, dass auch bei einer Umfahrung von Feuersbrunn und Wagram Gösing und Stettenhof das Nadelöhr an einer funktionierenden Verbindung über den Wagram sein werden. Im benachbarten Hohenwarth werden die Rufe nach einer Ortsumfahrung immer lauter.

In Fels wird - wie die NÖN bereits berichtete, mittels Unterschriftenaktion gefordert, dass vor Planung einer örtlichen Umfahrung für Feuersbrunn und Wagram vom Land NÖ ein überregionales Verkehrskonzept vorgelegt werden muss.

Wer sich eigenartigerweise nur zaghaft via Facebook zu Wort meldet, ist die Initiative „Rettet den Wagram“, die bekanntlich gegen den Stupa-Bau wettert, weil dieser die Natur an der Wagramkante zerstöre. „Eine Straße, die in Verlängerung der geplanten Umfahrung Richtung Gösing und Stettenhof weiterführen würde, wäre doch auch eine Naturzerstörung“, so die Felser SPÖ-Vorsitzende Christine Lukaschek.