Fliegerhorst Langenlebarn bleibt einsatzbereit. Ein Grundwehrdiener, der sich bei einem Heimbesuch infizierte, reagierte vorbildlich, genau wie die Truppe in der Kaserne, die dadurch nicht geschlossen werden muss.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 20. März 2020 (09:55)
Symbolbild
Weingartner-Foto

Mit knapp 700 Bediensteten und meist mehreren hundert Grundwehrdienern ist der Fliegerhorst Brumowski in Langenlebarn eine der größten Kasernen des Landes. Dass sie jetzt nicht geschlossen werden muss, ist dem vorbildlichen Verhalten aller Beteiligten rund um einen Corona-Fall zu verdanken.

Betroffener in Isolation, Kameraden zu Hause

Ein Grundwehrdiener war am Wochenende zu Hause und hatte dort Kontakt mit seiner Mutter, die wiederum Kontakt mit einem Infizierten hatte. "Der junge Mann meldete sich bei uns und blieb selbst gleich zu Hause in Isolation", berichtet Major Sebastian Schubert, Presseoffizier des Militärkommandos Niederösterreich. Als reine Vorsichtsmaßnahme wurden auch die drei Zimmerkameraden, die keinerlei Symptome zeigten, aber vor dem Wochenende in regelmäßigem Kontakt mit dem Betroffenen standen, ebenfalls nach Hause geschickt.

Die strategische Reserve der Republik

"Wir haben seit Beginn dieser Situation erhöhte Vorsichtsmaßnahmen, erhöhen die Abstände, versuchen die Leute bestmöglich zu verteilen und natürlich wird regelmäßig desinfiziert", sagt Schubert. Es werde in allen Bereichen Rücksicht genommen um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.

"Aber, wie der Bundeskanzler sagte: Wir sind die strategische Reserve der Republik Österreich. Wir können uns keine Ausbreitung leisten, darum setzen wir auf rigorose Schutzmaßnahmen", betont der Presseoffizier. Für den Eigenbedarf des Heeres seien Schutzmasken und Desinfektionsmittel in ausreichendem Maß vorhanden. "Und wir prüfen gerade auch, ob ältere Masken noch einsatzbereit sind", schließt Schubert.