Hubschrauberrettung aus Auwald in Grafenwörth. Bei Forstarbeiten zog sich ein Grafenwörther am Montagnachmittag tief im Augebiet schwere Verletzungen zu.

Von Red. Tulln. Erstellt am 11. Januar 2021 (16:42)

Ein Arbeitskollege reagierte geistesgegenwärtig, setzte einen Notruf ab und eilte zum Grafenwörther Feuerwehrhaus, um von dort aus die Einsatzkräfte durch den verwinkelten Wald zu führen.

Die Feuerwehr Grafenwörth belud das Rüstlösch- und das Versorgungsfahrzeug  mit weiteren Kettensägen und wartete auf das Eintreffen der Rettungsfahrzeuge. Die parallel alarmierte Feuerwehr Jettsdorf rückte inzwischen aus.

Um auch dem später ankommenden Notarztfahrzeug den Weg zu weisen, positionierten die Kameraden aus Jettsdorf und einige Privatleute mehrere Lotsen an den wichtigen Kreuzungen im Augebiet.

„Vor Ort stellte sich glücklicherweise heraus, dass der Verletzte nicht unter Baumteilen eingeklemmt war. Die Rettung gestaltete sich aufgrund des unwegsames Geländes jedoch trotzdem schwierig“, berichtet Einsatzleiter Friedrich Ploiner jun. Die Rettungskräfte forderten umgehend den Notarzthubschrauber C2 aus Krems an.

Nach Erstversorgung des Verletzten schufen die Feuerwehrleute durch Wegheben eines Baumstamms und Entfernen der umliegenden Vegetation Platz für die Arbeit der Rettungskräfte. Außerdem half die Feuerwehr beim Transport des Verletzten zum Rettungswagen und beim Transport der medizinischen Gerätschaften.

Nach einer Stabilisierung des Schwerverletzten im Rettungswagen wurde dieser in den Notarzthubschrauber umgeladen und ins Krankenhaus geflogen.