Grossweikersdorf : Verlierer mit vielen Vorzugsstimmen. Ein Mandat wechselt zwischen den Oppositionsparteien, die Absolute der ÖVP bleibt unangetastet.

Von Christa Wallak. Erstellt am 29. Januar 2020 (03:13)

In absoluten Zahlen erhielt die ÖVP um 43 Stimmen mehr als 2015, während die SPÖ um 36 Stimmen mehr verzeichnen konnte. Die Wahlarithmetik entschied, dass die SPÖ so ein zusätzliches Mandat erreichte.

Die Freude von Bürgermeister Alois Zetsch über das Wahlergebnis war deshalb nicht ganz ungetrübt: „Ein Stimmengewinn ist immer eine Bestätigung für die geleistete Arbeit. Es waren wirklich nur ein paar fehlende Stimmen ausschlaggebend dafür, dass ein Mandat von der FPÖ zur SPÖ und nicht zur ÖVP gewandert ist.“

Entsprechend groß war die Freude über den Zugewinn beim neuen Team der SPÖ.

„Der Wahlkampf war schwer für uns. Im Oktober ist mit Walter Matzka das Herz und Hirn der Ortspartei verstorben und der junge Umbruch musste schneller als geplant vonstattengehen“, blickt der SPÖ-Vorsitzende und Spitzenkandidat Michael Rab zurück.

Mit ihren Themen Kindergartenausbau, erweiterte Betreuungszeiten in den Schulen, Generationshaus, Hochwasserschutz und Windenergie sowie ihren Ideen für ein Verkehrskonzept punktete die SPÖ.

David Otzlberger, der FPÖ-Spitzenkandidat ist von der Wahlniederlage persönlich sehr enttäuscht: „Der massive Gegenwind auf Bundesebene war deutlich spürbar und der Einfluss auf die Gemeinderatswahl war größer als gedacht.“ Er freut sich aber, dass er im Vorzugsstimmenranking mit 144 an zweiter Stelle hinter Bürgermeister Zetsch liegt. Großweikersdorf hat auch das beste FPÖ-Resultat im Tullner Bezirk erreicht.

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