Trasdorf verlor Eigenständigkeit. Vor 50 Jahren kam das Gesetz zur Zusammenlegung der Gemeinden.

Von Maria Knöpfl. Erstellt am 21. April 2021 (03:28)
Zeitzeuge Franz Niederhametner aus Trasdorf erinnert sich an die Verhandlungen mit der Gemeinde Atzenbrugg.
Knöpfl , Knöpfl

Laut dem Atzenbrugger Heimatbuch war der Ort Trasdorf 1591 bereits ein großer Ort mit 52 Häusern. Mit dem Ende der Verwaltung durch die Grundherrschaft dachte man schon an Großgemeinden, der Entwurf scheiterte jedoch am Widerstand der Ortsbevölkerung, besonders am Ortsrichter Leopold Öhlerer aus Trasdorf. Somit wurde 1850 die Gemeinde Trasdorf (damals Drasdorf)  mit Hütteldorf und Watzendorf gebildet.

Diese Strukturen waren keinesfalls zeitgemäß. Der Versuch, in den Jahren 1960 bis 1970 eine freiwillige Zusammenlegung der Gemeinden Atzenbrugg, Rust und Trasdorf zu erreichen, scheiterte. Nach der per Gesetz verordneten Zusammenlegung von Trasdorf zu Atzenbrugg, wurde bei der Neuwahl 1972 der ehemalige Trasdorfer Bürgermeister Josef Keiblinger zum Vizebürgermeister in der Gemeinde Atzenbrugg gewählt.

Ein Zeitzeuge ist Landwirt Franz Niederhametner aus Trasdorf, er erinnert sich: „Gegner und Kritiker gab es schon, doch das ist normal. Es war keine Liebesheirat, sondern eine aufgezwungene. Die Gemeinde Trasdorf brachte ohne Gegenleistung viele Gemeindegründe ein, heute stehen hier der Gewerbepark und der Föhrensee.“

Umfrage beendet

  • Haltet ihr die Zusammenlegung kleinerer Gemeinden für sinnvoll?