Fels am Wagram

Erstellt am 26. Dezember 2017, 10:08

Zug rammte PKW. Unvorstellbares Glück hatten heute kurz nach Mitternacht ein 25-Jähriger-Autolenker und seine Beifahrerin. Durch schlechte Sicht wegen starkem Nebel kamen diese mit ihrem PKW nahe einem Bahnübergang ins Schleudern und landeten am Gleis. Beide konnten sich unverletzt aus dem Fahrzeug befreien, kurze Zeit später rammte ein Personenzug den PKW und riss einen Hochspannungsmast mit.

Freiwillige Feuerwehr Grafenwörth

Aufgrund der extremen Beschädigung des Unfallfahrzeuges wurde vom Einsatzleiter die Feuerwehr Grafenwörth zur Unterstützung angefordert. Vor Ort bauten die Grafenwörther nach Freigabe durch die ÖBB eine weitere Beleuchtung auf und bargen die Fahrzeugreste mittels Ladekran des Wechselladefahrzeuges. Da der PKW einen Totalschaden erlitt und dementsprechend deformiert war, passte er nicht ganz auf die LKW-Ladefläche, musste mit einem Trennschleifer nachgeholfen werden.

Freiwillige Feuerwehr Grafenwörth

Mast musste sicher entfernt werden

Nach Verladung und Abtransport des PKW wurde die Feuerwehr außerdem noch von der ÖBB ersucht bei der sicheren Entfernung des zerstörten Oberleitungsmasts mit dem Ladekran zu assistieren. Nachdem die Feuerwehr den Mast wieder in eine aufrechtere Position gebracht hatten, konnte das Eisenbahnbaufahrzeug erst zur Unfallstelle zufahren und die Oberleitung vom kaputten Mast demontieren. Außerdem halfen die Feuerwehrleute noch beim Umlegen des kaputten Masts.

 

Schienenersatzverkehr für Fahrgäste

Der Personenzug kam beschädigt etwa 300m weiter zum Stehen. Die ÖBB organisierte für die unverletzten Fahrgäste einen Weitertransport im Schienenersatzverkehr. Auf der gesamten Länge der Unfallstelle von etwa 400m sammelten die Feuerwehrleute die Trümmer ein.

Der gesamte Einsatz dauerte rund drei Stunden und der Alko-Test beim PKW-Fahrer verlief negativ.