Drogen mit Blüten gekauft. Falschgeld und Suchtmittel hatte ein 48-Jähriger aus dem Darknet bezogen. Die Lieferadresse in Mühlbach am Manhartsberg brachte Ermittler auf seine Spur.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 06. Dezember 2019 (03:55)
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Nach seiner Haftentlassung sei er bei den Eltern in Grafenwörth untergekommen und eine geraume Zeit auch drogenfrei geblieben: „Der Stress ist mir dann zu viel geworden, und ich habe wieder zu Suchtmitteln gegriffen“, schildert der 48-Jährige vor Gericht. „I kann do net bei de Eltern Drogen anpflanzen“, erklärt er seine Suchtmitteleinkäufe im Darknet.

„I kann do net bei de Eltern Drogen anpflanzen“

Einmal mit der Handhabung auf dem elektronischen Schwarzmarkt vertraut, kam der 48-Jährige auf die Idee, auch Falschgeld zu beziehen und damit Drogeneinkäufe zu tätigen. Aber nicht alle Bestellungen - sowohl Drogen als auch Blüten - kamen bei dem 48-Jährigen an. Zwei Postsendungen mit Suchtmitteln aus Spanien und Holland wurden im Postverteilerzentrum Wien abgefangen und lieferten den Ermittlern eine heiße Spur: Als Empfänger schien der 48-Jährige mit der Lieferadresse Mühlbach am Manhartsberg auf.

Als wieder einmal eine Sendung an das unbewohnte Haus des Angeklagten in Mühlbach anstand, wurde die „heiße Ware“ in Absprache mit dem Bundeskriminalamt als unzustellbar im UPS-Depot in Spratzern hinterlegt. Als der 48-Jährige dann dort zur Abholung auftauchte, klickten die Handschellen. Bei einer folgenden Hausdurchsuchung in Grafenwörth wurde Falschgeld, versteckt im Keller, sichergestellt.

Der geständige 48-Jährige wurde wegen Geldfälschung und unerlaubten Umganges mit Suchtgiften zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.