Erstellt am 02. Juli 2018, 04:45

von Thomas Peischl

Das ÖJAB-Heim soll modernisiert werden. Landesrat Waldhäusl (FPÖ) kündigt an, ein „Vorzeigeprojekt für unbegleitete Minderjährige“ schaffen zu wollen.

Das ÖJAB-Heim in Greifenstein soll laut Landesrat Waldhäusl in den Sommerferien generalsaniert und im September bezogen werden.  |  NOEN, Sibera

Vor drei Wochen war in der Tullner NÖN vom voraussichtlichen „Aus“ für den Interkulturellen Naturgarten für Asylwerber im Haus der österreichischen Jungarbeiterbewegung (ÖJAB) zu lesen. Jetzt kündigte Landesrat Gottfried Waldhäusl an, dort in Zukunft ein „Vorzeigeprojekt für unbegleitete Minderjährige“ schaffen zu wollen.

Sanierung in der ersten Juliwoche

„Schon ab der ersten Juliwoche soll mit der Sanierung des Hauses begonnen werden“, kündigte Waldhäusl an. Bis Ende August sollten die jugendlichen Flüchtlinge dabei bereits mithelfen, im September könnte mit der Belegung des Hauses begonnen werden. „Anders als meine Vorgänger werde ich mit den Betreibern ein Konzept erarbeiten“, erklärte der Landesrat weiter. Beaufsichtigung, Schulpflicht, Einhaltung von Nachtruhezeiten und Einbindung der jungen Leute in Alltagspflichten, wie Zubereitung von Mahlzeiten, sollten Integration aber auch die Sicherheit der Bevölkerung vor Ort gewährleisten.

Auch Bürgermeister Maximilian Titz wurde über das Projekt informiert. Er zeigt sich aber skeptisch: „Mit einem ähnlichen Projekt haben wir vor einem Jahr Schiffbruch erlitten.“ Damals wären mit FPÖ-Beteiligung rund 1.200 Unterschriften dagegen gesammelt worden. „Wir sind gerne bereit, Asylwerbern in Not zu helfen. Aber hier möchte ich erst ganz genau wissen, was passieren soll und ein detailliertes Konzept sehen. Alles Weitere wird sich dann bei Verhandlungen weisen“, betont Titz.