Michelhausen: Mehrere Lagerhallen in Vollbrand, 23 Wehren im Einsatz

Aktualisiert am 13. Jänner 2023 | 18:03
Lesezeit: 7 Min
Knapp 270 Feuerwehrleute kämpfen auf einem Firmengelände in der Michelhausener Katastralgemeinde Spital gegen die Flammen.
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Aus bislang noch ungeklärter Ursache entstand auf einem Betriebsgelände in Spital (in Ebenfeld) ein Großbrand. Freitagmittag standen mehrere Lagerhallen in Vollbrand, am frühen Freitagnachmittag waren 270 Feuerwehrleute von 23 Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz um den Brand von drei Lagerhallen zu löschen.

"Näheres zu Verlauf und Brandursache kann man derzeit noch nicht sagen. Aber wir appellieren an die Bevölkerung Türen und Fenster aufgrund der gewaltigen Rauchentwicklung geschlossen zu halten", sagt der Michelhausener Bürgermeister Bernhard Heinl, der sich vor Ort ein Bild von der Lage machte.

In den Lagerhallen waren unter anderem Holz, Lacke, Öl sowie einige Fahrzeuge gelagert. "Alle diese Güter erzeugten eine enorme Brandlast", berichtet Matthias Fischer von der Presseabteilung des NÖ Landesfeuerwehrverbandes. Vor allem durch Angriffe mit Schaum sei es gelungen, die Flammen in den Griff zu bekommen. Am späteren Freitagnachmittag zeichnet sich langsam ein Ende des Brandes ab, aber die Nachlöscharbeiten werden bis in die Abendstunden dauern.

Feuerwehren von Klosterneuburg bis St. Pölten im Einsatz

Wie bereits erwähnt waren 23 Freiwillige Feuerwehren, von Klosterneuburg bis St. Pölten, im Einsatz. Als erste FF war jene von Michelhausen vor Ort. "Die FF Klosterneuburg war mit ihrer Teleskopbühne und dem modernen Einsatzleitfahrzeug vor Ort, St. Pölten half mit dem Großtanklöschfahrzeug, das 12.000 Liter fasst", berichtet Stefan Öllerer vom Bezirksfeuerwehrkommando Tulln. Wie sich jetzt herausstellte, dürfte es auch einen Verletzten geben. 

Auf dem Betriebsgelände sind mehrere Firmen eingemietet, unter anderem wurden in einer der Hallen Oldtimer gelagert. Fest steht auch, dass es den Feuerwehren im Großeinsatz gelang, ein Übergreifen der Flammen auf weitere benachbarte Unternehmen zu verhindern. Bei dem Brand soll es sich um den größten im Bezirk Tulln seit dem Baustellenbrand in der Bezirkshauptmannschaft Tulln im September 2004 handeln.

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