140 Jahre für die Tullner. Anlässlich des Bestandsjubiläums der Stadtfeuerwehr fand am Messegelände ein Großevent mit Segnung des neuen Hilfeleistungsfahrzeuges statt.

Von Bernhard Steinböck. Erstellt am 31. Mai 2018 (04:02)
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Das Kommando der Stadtfeuerwehr Tulln mit den Ehrengästen vor dem neuen Hilfeleistungsfahrzeug 3, dessen Schlüssel Bürgermeister Peter Eisenschenk (8.v.r.) an Tullns Kommandanten Alfred Eisler (8.v.l.) überreichte.

Der Brandschutz geht in Tulln schon auf das Mittelalter zurück, doch die damalige Bauweise und die unzulänglichen Hilfsmaßnahmen der Feuerordnungen ließen katastrophale Brände entstehen. Der große Schritt kam 1878 mit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr. Die 48 Männer lernten im Rahmen vieler Übungen ihr Handwerk. 140 Jahre später zählt die Freiwillige Feuerwehr Tulln 75 aktive Mitglieder, die den Kern der Brandbekämpfer bilden.

Die Bewältigung von Bränden, Gefahrenguteinsätzen und schwierigen Menschenrettungen gehört zum Hauptaufgabenbereich der Stadtfeuerwehr. Mit modernster Ausrüstung ist sie für jede Art des Einsatzes gewappnet. Verkehrsunfälle stellen hierbei die Haupteinsatzbelastung.

4.577 Einsatzstunden und 488 Einsätze

Um einen ungefähren Einblick in die Leistungen der vielen Freiwilligen zu erhalten, muss man sich nur ein paar Statistiken vor Augen führen. In einem Jahr werden 4.577 Einsatzstunden geleistet, die Mitglieder sind auf durchschnittlich 488 Einsätzen unterwegs und retten dabei neben unzähligen Menschenleben auch noch 12 Kätzchen und andere Tiere

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Was tun, wenn das Fahrzeug Kopf steht? Daniel und David Müller mussten versuchen, sich kopfüber im Fahzeug-Dummy abzuschnallen, was schwerer war, als es aussah.

Ein Aufwand, der anlässlich des runden Geburtstages mit einer groß angelegten Leistungsschau am Tullner Messegelände veranschaulicht wurde. Zahlreiche Besucher konnten sich am „Tag der Einsatzorganisationen“ einen Überblick über Einsatzfahrzeuge, Hubschrauber und die verschiedensten Organisationen – von Polizei über Wasserrettung, das Bundesheer, den Taucherdienst und vielen mehr – verschaffen.

NOEN, hautnah miterleben, wie ein Brandeinsatz der FF Tulln vorbildlich abzu-
Bei der Leistungsschau konnten die Zuschauer in sicherer Entfernung

Im Rahmen eines Festaktes konnte Feuerwehrkommandant Alfred Eisler auch Ehrengäste begrüßen. Es folgten die Vorstellung des neuen Einsatzfahrzeuges sowie die Segnung durch Prior Feuerwehrkurat Pater Christoph Mayrhofer und Pfarrerin Ulrike Nindler.

„Die Veranstaltung war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Ich bin stolz, Teil eines so gut funktionierenden Teams zu sein, in dem ein jeder für den anderen einsteht“, gab Kommandant Alfred Eisler zu Protokoll und fügte den Leitspruch an: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.“