Volksbank legt Filialen zusammen. Bald sind nur mehr Raiffeisenkasse und Sparkasse vor Ort. Die Volksbank sperrt mit 14. Juni zu.

Von Christa Wallak. Erstellt am 13. Mai 2019 (04:48)
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Bankkunden wurden informiert, dass sie ab 17. Juni in der Filiale Hollabrunn betreut werden oder andere Volksbank-Niederlassungen in der Umgebung nutzen können.

Die Volksbank-Filialen Großweikersdorf und Hollabrunn werden Mitte Juni zusammengelegt.

„Neue Regulatorien und ein in den letzten Jahren massiv gestiegener Verwaltungsaufwand können von kleinen Bankfilialen kaum mehr bewältigt werden“, begründet Volksbank-Marketingleiter Peter Digruber im Gespräch mit der NÖN die Entscheidung.

Die starke Nutzung von Internet-Banking ist ein weiterer ausschlaggebender Faktor. „30 Prozent unserer Kunden kommen ein Mal pro Monat oder seltener in die Bankstelle, 70 Prozent sehen wir gar nicht, weil sie ihre Bankgeschäfte online abwickeln“, erläutert Digruber.

„30 Prozent unserer Kunden kommen ein Mal pro Monat oder seltener in die Bankstelle"

Bürgermeister Alois Zetsch bedauert die Schließung der Filiale, sieht aber durch Raiffeisenkasse und Sparkasse die Durchführung von Bankgeschäften in der Marktgemeinde gesichert. Beide Institute sind auch mit einem Bankomat ausgestattet.

„Personen, die noch den persönlichen Kontakt am Schalter schätzen, werden wohl ihre Bankverbindung wechseln“, vermutet Zetsch.

Die Nachnutzung des Geschäftslokals am Hauptplatz 16, das der Volksbank, gehören, ist noch ungewiss. Laut Bürgermeister Zetsch will die Gemeinde die Räumlichkeiten der Polizeiinspektion, die hier auch untergebracht ist, übernehmen.