TU Wien-Projekt gegen Sommerhitze in Tulln. Das Pflege- und Betreuungszentrum Tulln sagt dem Klimawandel den Kampf an.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 04. August 2020 (18:29)
Dir. Stv. Susanne Pay, Bewohnerin Hedwig Sykora und Alltagsbegleiterin Denise Pay freuen sich über die herrliche Begrünung.
PBZ Tulln

Vor dem Hintergrund des Klimawandels, der verdichteten Städte und der Urban Heat Island-Phänomene braucht es Ansätze, der Hitze vor allem auch im städtischen Gebiet entgegenzuwirken. „Für uns in Niederösterreich ist der Klimaschutz ein zentrales Anliegen“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Von den Begrünungen in den Pflege- und Betreuungszentren Stockerau, St. Pölten, Wolkersdorf und Tulln würden sowohl Bewohner als auch das Klima profitieren.

„Begrünungslösungen wie im Pflege- und Betreuungszentrum Tulln sollen einen Beitrag dazu leisten, dass die heißen Sommermonate erträglicher werden“, ergänzt Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Im Rahmen des von der TU Wien unter Azra Korjenic geleiteten Projektes „Green: Cool & Care“ werden Begrünungen in Abstimmung mit den Bedürfnissen, Wünschen und Anforderungen der Personen, die in den Pflege- und Betreuungszentren wohnen und tätig sind, erarbeitet und etabliert.

Dieser Begrünungsprozess wird wissenschaftlich begleitet, sowohl von technischer als auch von sozial- und pflegewissenschaftlicher Seite. Besonderes Augenmerk liegt auf der inter- und transdisziplinären Zusammenarbeit von Bauphysik, Bauökologie, Landschaftsplanung, Vegetationstechnik, Sozial- und Pflegewissenschaften sowie den Personen aus den jeweiligen Pflegezentren. Das Forschungsprojekt wird durch das Land NÖ, vertreten durch die Abteilung Landeskliniken und Landesbetreuungszentren beim Amt der NÖ Landesregierung, finanziell unterstützt.

Im PBZ Tulln wurden nunmehr die ersten Begrünungsmaßnahmen erfolgreich abgeschlossen: Die vertikale Begrünung im Bereich der Cafeteria ist mit Grünpflanzen besetzt und erste positive Rückmeldungen im direkten Gespräch machen Freude.

Auch im Innenbereich entstehen im Rahmen des Projektes vertikale Begrünungen sowohl feststehend im Eingangsbereich als auch in Form einer mobilen Wand für alle Bereiche. Die geplante Begrünung der Dachterrasse stellt den zweiten wesentlichen Teil im Außenbereich dar.

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „Smart Cities Demo – Living Urban Innovation 2018“ durchgeführt.