Friedhof verwildert in Großweikersdorf. Das vorhandene Personal wird dem Unkraut heuer kaum Herr. Die Bevölkerung soll mithelfen.

Von Christa Wallak. Erstellt am 14. September 2020 (04:18)
Üppiges Unkraut und hüfthoheDisteln im Friedhof.
privat

Empört über die mangelnde Pflege der Friedhofswege und der Grabzwischenräume wandten sich zwei Großweikersdorferinnen an die NÖN. „Lediglich im Eingangsbereich wurde vor Kurzem gejätet. Es ist zum Weinen! Vor allem wenn man den Friedhof von früher kennt. Ein Lob an die Herren Roiß und Haftner, die Friedhofsbetreuer der letzten Jahrzehnte. Da war alles vorbildlich schön gepflegt“, erzählt eine Friedhofsbesucherin.

Seit zwei Jahren wird in der Marktgemeinde kein chemisches Unkrautvernichtungsmittel eingesetzt. Dadurch ist der Arbeitsaufwand für die Grünflächenpflege erheblich gestiegen, nicht nur am Friedhof, sondern in der ganzen Großgemeinde. Wetterbedingt sind Gras und Unkraut heuer stark gewachsen.

„Die Grünflächen, auch der Friedhof, werden von den Gemeindearbeitern betreut. Zusätzlich unterstützt uns das gemeinnützige Beschäftigungsprojekt ,Landschaftspflege‘, ein sozialintegratives Unternehmen aus Sitzendorf an der Schmida mit Mitarbeitern. Leider ist die personelle Situation heuer angespannt, sodass uns nicht genug Kräfte zur Verfügung gestellt werden konnten. Ich habe versucht, über das Arbeitsamt Aushilfen für die Grünflächenbetreuung zu bekommen, aber leider war das bisher nicht erfolgreich“, informiert Bürgermeister Alois Zetsch.

Er versucht, die Bevölkerung zur Mitarbeit zu gewinnen: „Würde jeder in seinem Bereich bei der Pflege ein wenig mithelfen, könnte sich die Allgemeinheit viel Geld sparen und die Gemeindearbeiter wären für andere Arbeiten freigestellt. In einigen Katastralgemeinden funktioniert das sehr gut. Ich bin überzeugt, dass uns die Umwelt den Verzicht auf Gift dankt.“